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Beeren im Test: So schneiden tiefgekühlte und frische Beeren ab

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Von: Eva Goldschald

Beeren erfreuen sich das ganze Jahr über großer Beliebtheit. Es gibt sie entweder frisch oder tiefgekühlt. Da stellt man sich die Frage, was denn nun besser ist.

Berlin – Sie sehen wunderschön aus, duften herrlich und schmecken noch besser, Himbeeren und Heidelbeeren sind die Lieblinge im Müsli, Smoothies oder als Snack zwischendurch. Obwohl die Früchte bei uns nur von Juni bis maximal Oktober wachsen, kann man sie das ganze Jahr über kaufen – tiefgekühlt oder frisch. Stiftung Warentest hat nachgeforscht und getestet, welche Variante besser ist.

Beeren im Test: Woher die Früchte stammen

Himbeeren und Heidelbeeren gedeihen bei uns in den Sommermonaten von Juni bis September. Manche Himbeeren tragen zweimal Früchte und können sogar noch im Oktober geerntet werden. Wer das ganze Jahr über frische Beeren möchte, greift zu Produkten aus Südeuropa, Nordafrika oder gar Südamerika. Eine Möglichkeit, die allerdings nicht wirklich umweltfreundlich ist. Hier lautet die Lösung für viele, die Früchte entweder selbst im Sommer einzufrieren, um sie das ganze Jahr zu genießen. Oder aber man greift zu Tiefkühl(TK)-Ware * aus dem Supermarkt. Doch welche Beeren sind die Besseren? Das hat Stiftung Warentest getestet.

Beeren im Test: Der richtige Transport frischer Früchte

Frische Heidel- und Himbeeren sind sehr filigran. Deshalb werden sie auch nur von Hand gepflückt oder ganz sanft abgeschüttelt. Nach der Ernte werden sie nur leicht abgeblasen und nicht gewaschen. Vor allem die feinen Himbeeren sind empfindlich gegenüber Druckstellen und können schnell kaputtgehen. Daher ist es beim Transport nach dem Einkauf wichtig, die Beeren möglichst kühl und separiert zu transportieren. Zuhause angekommen, packt man sie am besten direkt in eine flache Schale, sodass sie nicht übereinander liegen. Dort halten sie sich etwa zwei bis drei Tage. Wer das Obst nicht sofort aufessen möchte, kann es auch selbst Zuhause einfrieren.

Beeren im Test: Angst vor Keimen und Viren

Stiftung Warentest nahm insgesamt 13-mal Himbeeren und 16-mal Heidelbeeren, sowohl frisch als tiefgekühlt, unter die Lupe. Insgesamt waren 13 Bioprodukte dabei. TK-Beeren stehen oft negativ in den Schlagzeilen. Kontrolleure fanden des Öfteren Noroviren und Hepatitis-A-Erreger in den Früchten. Hier gibt Stiftung Warentest allerdings Entwarnung. In keinem der getesteten Produkte konnten die Forscher diese Erreger nachweisen. Auch Salmonellen und Listeten wurden nicht gefunden. Die getesteten Produkte stammen von Discountern und Marken wie:

Allerdings zeigten sich die frischen Früchte besonders anfällig für Verderbniskeime wie Schimmelpilze oder Hefen. Bei keiner der getesteten Bio-Beeren fand man Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die konventionellen schnitten mit „gut“ oder „sehr gut“ ab.

Beeren im Test: Das sind die Ergebnisse im Detail

Stiftung Warentest untersuchte die Beeren sowohl auf ihre mikrobiologische Qualität sowie auf Schadstoffe. Den Test bestanden zwei tiefgekühlte Bio-Heidel­beer-Produkte mit Bravour. Die besten Beeren im Test punkteten als einzige in beiden Prüfkriterien – Schad­stoffe und mikrobiologische Qualität – mit der Note „sehr gut“. Und so sehen die Ergebnisse im Detail aus:

Himbeeren
Gefrorene Himbeeren waren insgesamt weniger keimbelastet als Frische. Bei den tiefgekühlten Produkten bekamen folgende drei Produkte die Note „gut“ in der Mikrobiologischen Qualität und „sehr gut“ bei der Schadstoffbelastung:

Bei den frischen Himbeeren wurden nur Produkte aus Marokko und Spanien getestet. Hier bekamen nur zwei Produkte die Note „befriedigend“ für Mikrobiologische Qualität:

Die anderen erreichten nur die Note „ausreichend“. Schadstoffe waren bei allen sehr niedrig bis gar nicht vorhanden. Nur die Driscoll‘s Beeren schnitten im Vergleich mit den anderen fünf Herstellern „schlecht“ ab und erhielten die Note „gut“.

Heidelbeeren
Auch die getesteten Heidelbeeren überzeugten mit einwandfreier Qualität. Bei den gefrorenen Früchten erhielt kein Produkt eine schlechtere Note als „befriedigend“. Folgende beiden erhielten die Bestnoten in Qualität und Schadstoffbelastung:

Bei den frischen Heidelbeeren, die übrigens ausnahmslos aus Südfamerika stammten, schnitten vier von acht Produkten mit „gut“ und „sehr gut“ ab:

Auch die anderen vier Produkte bekamen nur einmal bei den Schadstoffen und zweimal bei der Mikrobiologischen Qualität die Note „befriedigend“. Ansonsten schnitten sie auch sehr gut und gut ab.

Insgesamt lässt sich sagen, dass alle Produkte den Tests standhielten. Da die Tests im Januar und Februar durchgeführt wurden, sind die Produkte weder saisonal noch regional. Obwohl viele der Produkte biologisch sind, haben diese lange Transportwege hinter sich. Am besten ist es, sich die Produkte nur dann frisch zu kaufen, wenn sie auch in Deutschland wachsen. So können sie immer frisch geerntet werden. Beeren reifen übrigens nicht nach. Deshalb sollte man sie nie grün kaufen. Wer selbst pflücken möchte, braucht auch keine Angst vor dem Fuchsbandwurm zu haben. Die Wahrscheinlichkeit, sich diesen Keim bei wilden Beeren einzufangen, ist laut Stiftung Warentest sehr gering.

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