Nur zwei Zutaten

Bärlauch-Öl selbst machen: So gelingt es Ihnen auf Anhieb

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Mit nur zwei weiteren Zutaten neben leckeren und frisch gezupften Bärlauch-Blättern entsteht mit wenigen Handgriffen ein leckeres Bärlauch-Öl. Das konserviert den einzigartigen Geschmack der Blätter.

Berlin – Bärlauch ist eine vielseitige Pflanze, die bei richtiger Handhabung viele Gerichte auf die beste Art und Weise aufpeppt und würzt. Die ätherischen Öle in den grünen Blättern sind nicht nur sehr gesund, sie verleihen dem Essen auch eine deutliche Knoblauchnote. Wer das Gute der Blätter etwas länger konservieren will, macht einfach Bärlauch-Öl daraus.

Bärlauch-Öl selbst machen: Das gelingt jedem Gärtner

Bärlauch (Allium ursinum) gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist ein enger Verwandter von Küchenzwiebel, Knoblauch und Schnittlauch. Er wächst nicht nur im eigenen Garten wunderbar, sondern breitet sich bevorzugt auch in Wäldern aus. Dort steht er meist an eher feuchten Standorten und ergattert das erste Sonnenlicht im Frühjahr, bevor die Laubbäume über ihm Blätter bilden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 Zentimetern und blüht von April bis Mai. Der Blütenstand des Bärlauchs wächst als kleine Dolde heran und die weißen Blütenblätter umfassen jeweils einen dreifach gefurchten Fruchtknoten.

Beim Sammeln des Bärlauchs ist es wichtig, die Pflanze vom giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zu unterscheiden. Natürlich steht an erster Stelle der markante Knoblauchgeruch des Bärlauchs, doch auch die Blätter unterscheiden sich laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). Die Blätter des Bärlauchs wachsen einzeln an einem Stängel aus dem Boden, wohingegen beim Maiglöckchen gerne auch schon mal zwei Blätter pro Stiel heranwachsen.

Bärlauch-Öl selbst machen: Inhaltsstoffe, die den Körper fit halten

Der Bärlauch ist aber nicht nur wegen seines Geruchs und seiner Blüte interessant, sondern auch aufgrund seiner Inhaltsstoffe. Denn die Bärlauchblätter enthalten unter anderem:

  • schwefelhaltiges, antibakterielles Allicin (für den Knoblauchgeruch verantwortlich)
  • Flavonoide
  • Vitamin C
  • Lektine (Proteine)

Gründe genug, Bärlauchblätter in der Küche einzusetzen. Denn sogar das Immunsystem profitiert davon.

Bärlauch-Öl selbst machen: Anleitung für die Öl-Gewinnung

Kein Wunder, dass viele Köchinnen und Köche aus den feinen, grünen Blättern Pesto herstellen, das besonders gut zu Gnocchi schmeckt*, Quark verfeinern, ein Bärlauch-Risotto kreieren oder eine Bärlauch-Suppe kochen. Doch neben diesen leckeren Möglichkeiten lassen sich die Inhaltsstoffe der Bärlauchblätter auch besonders lange haltbar machen, indem Gartenfreunde aus ihnen Öl zubereiten. Dafür müssen Gärtnerinnen und Gärtner auf dem nächsten Spaziergang lediglich 100 Gramm Bärlauchblätter sammeln.

Diese waschen und trocknen Sie und schneiden sie dann in kleine Streifen. Die Streifen legen Sie dann in ein verschließbares Gefäß und übergießen sie mit etwa einem halben Liter kaltgepresstem Olivenöl. Die richtigen Öle spielen in der Küche eine entscheidende Rolle und unterstützen die Gesundheit. Die Wahl sollte also auf ein hochwertiges Olivenöl fallen. Dann das Gefäß luftdicht verschließen und für zwei bis drei Wochen in eine kühle, dunkle Kammer stellen. Fertig ist das leckere Bärlauch-Öl! *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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