Bananen, Heidelbeeren und Co.

Arthrose: Deshalb kann eine basische Ernährung Gelenkschmerzen lindern

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Schmerzende Gelenke durch Verschleiß: Arthrose gilt als Volkskrankheit, helfen kann die richtige Ernährung. Welche Lebensmittel und Hausmittel förderlich sind, erfahren Sie hier.

  • In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen an Arthrose
  • Eine basische Ernährung kann gegen Gelenkschmerzen helfen
  • Alle Gemüse- und Obstsorten fallen unter basische Lebensmittel

Pforzheim – Die passende Ernährung bei Arthrose vermindert möglicherweise das Leiden für betroffene Personen. Seit geraumer Zeit wird die basische Ernährung als schmerzlindernd diskutiert. Doch was ist Arthrose eigentlich?

Arthrose wird definiert als degenerative, nicht-entzündliche Erkrankung des Knorpels eines Gelenks und tritt meist als physiologische Alterserscheinung auf. Von der Arthrose abzugrenzen ist die Arthritis. Diese geht immer mit einer Entzündung als Ursache einher. Ein häufig betroffenes Gelenk der Arthrose ist das Knie: Tritt dort eine Arthrose auf, spricht man von einer Gonarthrose.

Arthrose – Wenn die Krankheit zu Einschränkungen führt

Mit zunehmendem Krankheitsverlauf führt die Arthrose meist zu immer stärkeren Gelenkschmerzen und somit wird der Alltag der betroffenen Person erheblich eingeschränkt. Dabei tritt eine Arthrose nicht nur im Knie, sondern in ganz unterschiedlichen Gelenken des Körpers auf:

  • Finger
  • Hand
  • Schultern
  • Hüfte
  • Fuß

Eine bestimmte Form der Arthrose ist die Heberden-Arthrose, bei der die Finger, beziehungsweise die gesamte Hand, betroffen sind. Auch diese Form ist nicht-entzündlich und eine durch Verschleiß fortschreitende Erkrankung. Dabei bilden sich in den Gelenken der Finger sogenannte Heberden-Knoten. Fortschreitendes Lebensalter begünstigt die Heberden-Arthrose.

Auch zählen genetische Faktoren zu den Ursachen. Besonders häufig sind Frauen in der Postmenopause betroffen. Zu Beginn einer Arthrose sind Symptome vor allem Anlauf-, Ermüdungs-, Belastungs-, oder Endphasenschmerzen, die ausstrahlen können.

Spätere Arthrose-Symptome können dann auch Dauer- beziehungsweise Nachtschmerzen sein, wodurch es zu möglichen Bewegungseinschränkungen kommt. Ein erhöhtes Risiko für Arthrose tritt vor allem bei verstärkter Belastung eines Gelenkes auf. Auch Übergewicht, einseitige Belastung oder Gelenkfehlstellungen können Ursachen einer Arthrose darstellen.  

Arthrose – Linderung der Symptome durch basische Ernährung

Eine Ernährungsform, die positive Effekte auf verschiedene Krankheiten hat, darunter auch auf die Arthrose, ist die basische Ernährung. Die Theorie hinter der basischen Ernährung ist, einen ausgewogenen Säure-Base-Haushalt zu schaffen. Mit einer basischen Ernährung wird eine Übersäuerung des Körpers vermieden und eine Entlastung herbeigeführt. Es werden überwiegend Lebensmittel konsumiert, die die Basenbildung im Körper fördern, wohingegen säurebildende Lebensmittel vermieden werden. Bei der Wahl der richtigen Lebensmittel kann eine Liste säurebildender und basischer Lebensmittel helfen.

Basische Lebensmittel haben einige Vorteile:

  • Sie sind reich an basischen Mineralstoffen.
  • Sie sind arm an säurebildenden Aminosäuren.
  • Bestimmte Stoffe wie Vitamine und Antioxidantien sind enthalten.
  • Die körpereigene Basenbildung wird angeregt.
  • Sie verfügen über einen hohen Wassergehalt.
  • Sie wirken entzündungshemmend.
  • Die Darmgesundheit wird gefördert.

Arthrose: Diese Hausmittel sind basisch oder säurebildend

Unter eine basischen Ernährung fallen alle Gemüse- und Obstsorten. Nicht jede Sorte ist gleich basenbildend, deshalb differenziert man zwischen stark, mittel und schwach basischen Lebensmitteln. Als stark basische Lebensmittel gelten unter anderem Spinat, Karotten, Sellerie und Bananen. Sie dienen beispielsweise als perfekte Grundlage eines basischen Frühstücksmüslis. Außerdem sind sie das ganze Jahr erhältlich, sättigen rasch und liefern durch kurzkettige Kohlenhydrate schnell Energie.

Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind jedoch als mittel- bis schwach basenbildend einzustufen. Eine basische Ernährung wird auch durch die Aufnahme von Mandeln, Keimen, Pilzen, Sprossen und Kräutern erreicht. Einen negativen Effekt auf den Säure-Base-Haushalt im Körper haben säurebildende Lebensmittel. Es sollten möglichst keine Milch und Milchprodukte sowie Eier, Fleisch, Fisch, Süßigkeiten und Getreide zu sich genommen werden. Logischerweise sind auch verarbeitete Lebensmittel und Fast Food zu meiden, darunter:

  • Fertigprodukte und -getränke
  • Milchprodukte
  • Getreideprodukte aus Weißmehl
  • Produkte aus Gluten
  • Verarbeitete Sojaprodukte
  • Alkohol
  • Zuckerhaltige Fertigprodukte
  • Koffeinhaltige Getränke, auch Kaffee

Ärzte und Ernährungsberater in der Nähe sowie Hilfe und Information finden sich auch bei der Deutschen Arthrose Stiftung mit Sitz in Pforzheim.

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

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