1. 24garten
  2. Gesund ernähren

Alternatives Fett aus Kokos: Wie gesund ist Kokosöl wirklich?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Laura Knops

Kokosöl ist vielseitig einsetzbar und gilt zudem als gesund. So eignet sich das exotische Öl ideal zum Braten und Kochen. Doch wie gesund ist Kokosöl wirklich?

Bonn – Kokosöl schmeckt nicht nur angenehm, sondern gilt auch als besonders gesund. So soll das „Superfood“ entzündungshemmend wirken, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und sogar beim Abnehmen helfen. Als Naturkosmetik soll es zudem die Haare vor Spliss bewahren und die Haut pflegen. Doch woher kommt das Superfood eigentlich? Und ist Kokosöl wirklich so gesund, wie die Werbung verspricht?

Alternatives Fett aus Kokos: Wie gesund ist Kokosöl wirklich?

Natives Kokosöl wird aus dem frischen Fruchtfleisch der Kokosnuss gepresst. Da das Öl unverarbeitet ist, schmeckt und riecht es auch weiterhin nach Kokos. Abhängig von der Raumtemperatur ist das Öl allerdings meist fest und sieht aus wie weißes Streichfett. Im Gegensatz zu dem in der Lebensmittelindustrie verwendeten und stark verarbeiteten Kokosfett, das als Ersatz für Palmöl dient, gilt das natürliche Kokosöl jedoch als besonders gesund. Kokosfett wird aus dem getrockneten Kokos-Fruchtfleisch gepresst und extrahiert.

Obwohl Kokosöl seit einigen Jahren als Wundermittel gefeiert wird – und eine positive Wirkung auf Blutfettwerte sowie das Gewicht haben soll –, gibt es dafür bisher keine wissenschaftlichen Beweise. Im Gegenteil: Einige Experten warnen sogar davor, dass Kokosöl eher schädlich für die Gesundheit sei.

Alternatives Fett: Viele gesättigte Fettsäuren in Kokosöl

Grund dafür sind die enthaltenen gesättigten Fettsäuren. Immer wieder wird vermutet, dass gesättigte Fettsäuren mit einem erhöhten Cholesterinspiegel und kardiovaskulären Erkrankungen in Verbindung stehen. Wer besonders viele dieser Fettsäuren zu sich nimmt, riskiert laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung daher schlechte Blut- und Cholesterinwerte.

Da gesättigte Fettsäuren vor allem in fettreichen und tierischen Produkten zu finden sind, raten die Ernährungsexperten, den Verzehr auf maximal zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr zu beschränken. Doch auch Kokosöl enthält einen Großteil an gesättigten Fettsäuren (bis zu 90 Prozent), deutlich mehr als herkömmliche Öle wie Raps- oder Olivenöl*. Das macht das Kokosöl zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, zu empfehlen ist es laut den offiziellen Ernährungsrichtlinien jedoch auch nicht. Eine bessere Alternative sind Öle mit einem hohen Anteil an einfachen und mehrfach gesättigten Fettsäuren wie:

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Alternatives Fett: Kokosöl ist weder besonders gesund noch ungesund

Ganz auf Kokosöl verzichten müssen Gartenfreunde jedoch nicht. Denn auch Kokosöl hat einige Besonderheiten, die sich gesundheitsbewusste Menschen zunutze machen können. So liegt der Schlüssel zu einer ausgewogenen Ernährung darin, verschiedene Fette zu kombinieren. Dabei kann auch Kokosöl helfen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher, Kokosöl nur in Maßen als Geschmacksverstärker zum Kochen zu verwenden. Bezeichnungen wie „Wundermittel“ oder „Superfood“ sehen die Verbraucherschützer eher kritisch. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant