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Kartoffelschalen verwerten: Fünf Ideen für den vermeintlichen Abfall

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Von: Joana Lück

Wer oft Salzkartoffeln zubereitet, hat viele Kartoffelschalen übrig. Aber anstatt sie in die Biotonne zu schmeißen, können Sie sie weiterverwenden.

München – Die Salz- oder Bratkartoffeln sind zubereitet und die übrig gebliebenen Schalen landen in der Biotonne. Das produziert nicht nur unnötig viel Müll, es ist auch eine Verschwendung, da Sie aus den Kartoffelschalen noch einiges herausholen können.

Kartoffelschalen verwerten: Fünf Dinge, um den vermeintlichen Abfall zu nutzen

Kein anderes Gemüse ist bei den Deutschen so beliebt wie die Kartoffel. Zu Recht, denn die Knolle steckt voller wichtigen Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Ballaststoffen, Stärke, Vitaminen und Mineralstoffen. Noch dazu sind sie relativ kalorienarm, da sie zu 80 Prozent aus Wasser bestehen.

Eine Kartoffel, die mit einem Sparschäler geschält wird. (Symbolbild)
Kartoffelschalen sind zum Wegschmeißen zu schade. (Symbolbild) © J. Pfeiffer/Imago

Doch gerade, wenn man Pellkartoffeln, Salzkartoffeln oder Püree zubereitet, bleibt viel von der Schale übrig. Folgende Verwendung gibt es für den vermeintlichen Abfall:

Die Schalen sind reich an Ballaststoffen und in ihnen steckt viel Aroma. Als Kartoffelchips machen sie sich besonders gut. Dafür vermischt man die Schalen mit etwas Olivenöl und würzt sie mit Salz und Pfeffer. Im Ofen bei 200 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) haben Sie in zehn Minuten eine gesunde Knabberei für den TV-Abend.

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Ähnlich wie Birkenrinde sind auch Kartoffelschalen ein günstiger und effektiver Ofenanzünder und noch dazu nachhaltiger als Anzündwolle oder Ethanol. Dafür sollten die frischen Schalen auf der Heizung oder dem Ofen getrocknet werden, damit sie gut brennen.

Kartoffelschalen weiterverwerten: Weitere Recycling-Ideen

Aber auch in der Küche und im Bad ist die Kartoffelschale nützlich: Zur Herstellung des Spülmittels übergießt man die Kartoffelschalen in einer Thermoskanne mit kochendem Wasser. Nach 30 bis 45 Minuten schüttelt man das Ganze. Über Nacht setzt sich die Stärke weiter ab und das fertige Spülmittel erhalten Sie, indem Sie noch einmal gut schüttel und es durchsieben.

Auch als Dünger erweisen sich Kartoffelschalen als hilfreich. Besonders Johannisbeeren, Kohl und Gurken profitieren von der Stärke der Schalen. Dafür kann man die Schalen aufkochen, abkühlen lassen und das Obst und Gemüse mit dem natürlichen Düngerwasser gießen. Dass Sie mit Eierschalen auch noch einiges anfangen können, ist auch gut zu wissen.

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