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Kartoffeln anhäufeln: Mit mehr Erde vergrößern Sie die Ernte

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Von: Ines Alms

Kartoffeln und andere Gemüsesorten mögen das Anhäufeln in der starken Wachstumsphase. So bekommen Sie mit mehr Erde mehr Ertrag vom Gartenacker.

München – Sobald sich das erste Grün zeigt, besonders aber wenn die Pflanzenstängel einige Wochen später etwa 20 Zentimeter aus der Erde schauen, ist der richtige Zeitpunkt, um Kartoffeln anzuhäufeln. Denn das Mehr an Erde führt zu einer kräftigeren Pflanze und zusätzlichen Kartoffelknollen.

Kartoffeln anhäufeln: Mehr Erde vergrößert die Ernte

Sobald die Triebe der Kartoffel etwa 20 Zentimeter lang sind, empfiehlt es sich, Erde anzuhäufeln
Sobald die Triebe der Kartoffel etwa 20 Zentimeter lang sind, empfiehlt es sich, Erde anzuhäufeln. (Symbolbild) © Arnulf Hettrich/Imago

Das Anhäufeln der Erde bewirkt, dass die Pflanze Seitenwurzeln bildet. Dadurch erhält die Kartoffel mehr Nährstoffe und Wasser und wird dazu angeregt, neue Knollen zu bilden. Außerdem bekommt die Pflanze durch die höhere Erdanschichtung einen besseren Stand.

Um die Kartoffeln anzuhäufeln, lockert man die Erde rund um die Pflanze gut mit einer Harke und entfernt nebenbei Unkraut. Dann bedeckt man den Haupttrieb der Pflanze bis zur Hälfte mit humusreicher Erde – hilfreich ist es, wenn die Erde leicht feucht ist. Dieser Haufen wird festgedrückt. Bei einem großen Gemüsebeet lohnt sich dafür die Anschaffung eines Kartoffelhäuflers. Diesen Vorgang wiederholt man alle drei bis vier Wochen. Besonders einfach gelingt das Anhäufeln bei Kartoffeln im Pflanzsack.

Wenn Kartoffeln auf der Erde liegen, sollten Sie diese gleich mit Erde bedecken, damit sie nicht grün und somit ungenießbar werden. Auch bei diesen Pflanzen ist das Anhäufeln zu empfehlen:

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Nach dem zweiten Anhäufeln bietet es sich an, eventuell eine Schicht Mulch einzubringen. Achten Sie jedoch darauf, dass für das richtige Mulchen von Kartoffeln und anderem Gemüse nicht jedes Material geeignet ist. Kartoffeln sind Starkzehrer, es ist auch während des Wachstums wichtig, sie regelmäßig mit Nährstoffen zu versorgen. Dafür eignen sich am besten organische Dünger wie Mist, Kompost, Hornspäne und sogar Urin kurbelt als Dünger das Wachstum an.

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