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Zeitumstellung: So wirkt sich die eine Stunde auf Natur und Tiere aus

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Von: Joana Lück

Am Wochenende bekommen wir eine Stunde geschenkt, denn die Uhr wird von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Aber welche Auswirkungen hat die Umstellung auf die Natur?

Hamburg – Die Uhr wird am kommenden Sonntag von drei auf zwei zurückgestellt. Auf den ersten Blick mag es erst einmal praktisch klingen, morgens gut erholt eine Stunde später aufzustehen. Allerdings heißt die eine Stunde vor auch, dass es morgens erst später hell wird.

Zeitumstellung: So wirkt sich eine Stunde auf Natur und Tiere aus

Laut einer aktuellen Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) wirkt sich die Zeitumstellung bei jedem Zweiten auf das Schlafverhalten oder Wohlbefinden in den Tagen nach der Zeitumstellung aus. Das sind mehr Menschen, als in den Vorjahren. Laut KKH sind Frauen und Familien mit kleinen Kindern besonders betroffen. Logisch also, dass die Stunde mehr oder weniger sich auch bei Tieren und Pflanzen bemerkbar macht.

Zwei Wecker im Herbstlaub. (Symbolbild)
Die Zeitumstellungen hat Auswirkungen auf Natur und Tierwelt. (Symbolbild) © Christian Ohde/Imago

Denn die innere Uhr bestimmt den Tagesrhythmus, ebenso wie das Licht. Laut dem NDR regt bei Einbruch der Dunkelheit das Gehirn die Produktion des Schlafhormons Melatonin an, damit der Körper sich erholen kann. Bei Sonnenaufgang sinkt der Melatonin-Spiegel wieder im Blut und der Körper wird leistungsfähig für den Tag. Die Nebenwirkungen der Zeitumstellung können sein:

Diesen Symptomen mit Kaffee entgegenzuwirken, ist übrigens kontraproduktiv. Besser ist es hingegen, feste Zeiten für Arbeit, Essen und Hobby beizubehalten, sodass der Körper sich allmählich an die neue Zeit gewöhnt.

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Zeitumstellung: Auch die Tiere sind verwirrt

Dass Tiere eine mindestens genauso starke innere Uhr haben, lässt sich schon bei den eigenen Haustieren beobachten.* Sie zeigen sich von der Zeitumstellung meist unbeeindruckt und scharren zu der für sie normalen Zeit mit den Pfoten. Bei Tieren in freier Wildbahn ist es anders, da diese ihr Essverhalten abhängig von der Jagd oder ihrem eigenen Hungergefühl machen.

Zimmerpflanzen, die ohnehin nicht in der prallen Sonne stehen, werden die Umstellung wohl kaum merken. Die Pflanzenwelt draußen wird auch nicht direkt von der Zeitumstellung beeinflusst. Da die Winterzeit aber oft mit dem ersten richtigen Frost zusammenfällt, zieht ab der Zeitumstellung auch häufig die kalte Jahreszeit ein.

Zeitumstellung: Energiebilanz bleibt dieselbe

Ursprünglich wurde die Zeitumstellung im Jahr 1980 eingeführt, um Strom zu sparen. Allerdings geht diese Rechnung bis heute nicht auf, denn wenn es früher dunkel wird, muss man theoretisch früher das Licht anschalten und früher heizen. Mit der Sommerzeit ist es genau das Gegenteil, denn dann muss morgens mehr geheizt werden. Aber letztendlich macht der Strom durch Beleuchtung viel weniger aus, als durch Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Kühlschrank. Und die sind unabhängig von der Zeitumstellung in Betrieb. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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