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Stinkwanzen in der Wohnung: Mit einem Stück Papier werden Sie die lästigen Insekten los

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Von: Franziska Irrgeher

Jedes Jahr wieder versuchen Wanzen, in unsere Häuser und Wohnungen einzudringen. Die Insekten suchen Nahrung und ein Quartier. So werden Sie sie sanft los.

Berlin – Wanzen mögen trockene Sommer, um sich zu vermehren. Im Jahr 2018 gab es die letzte „Wanzenplage“, 2020 sah es weniger schlimm aus, dennoch kamen im Herbst und Winter immer wieder Stinkwanzen in die Wohnung. Denn sie mögen es warm im Winter. Und auch im Frühjahr kann sich die ein oder andere Wanze ins Haus verirren. Im Jahr 2021 blieb die Wanzen-Invasion bislang aus, das muss aber 2022 nicht so bleiben.

Stinkwanzen in der Wohnung: Das sind Stinkwanzen und deshalb heißen sie so

In Deutschland gibt es laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) etwa 1.000 Wanzenarten. Eine davon ist die Grüne Stinkwanze, die zu den Baumwanzen gehört und im Sommer grün gefärbt ist. Im Herbst wechselt ihre Farbe dann zu rotbraun oder braun und die Tiere können eine Länge von bis zu 14 Millimetern erreichen.

Grüne Stinkwanzen sind Pflanzenfresser und kommen im Herbst auf der Suche nach einem warmen Winterquartier ebenso wie ihre Artgenossen gern in die Wohnung. Grundsätzlich sind sie harmlos, fühlen sie sich bedroht, sondern sie aber ein stinkendes Sekret ab. Töten ist daher keine Lösung. Das berichtet auch ruhr24.de*. Übrigens sind Wanzen keineswegs die einzigen Tiere, die es nach Drinnen zieht, auch Spinnen und Marienkäfer finden sich im Herbst in Hausnähe.

Eine braune Stinkwanze sitzt auf einem Buch (Symbolbild).
Harmlos sehen sie aus: Stinkwanzen kommen erst im Herbst ins Haus (Symbolbild). © claudiodivizia/Imago

Stinkwanzen in der Wohnung: So werden Sie sie los

Will man die Wanze loswerden, ist der Ekel oftmals größer als der Mut. Die Tiere im Haus zu belassen ist aber keine Option. Der NABU rät zur denkbar einfachsten Lösung, um die Wanzen wieder loszuwerden: Auf ein Blatt Papier klettern lassen und nach draußen setzen. Das funktioniert bei einzelnen Tieren gut, sofern die Wohnungsbesitzer keine Wanzen-Phobie haben.

Neben Fenstern und Türen belagern die Tiere auch gerne Dachterrassen und Balkone. Spalten, Untersetzer oder die Kästen der Rollläden dienen ihnen als Unterschlupf. Sind die Wanzen doch in die Wohnung gelangt, sollten Obstfans ihre Früchte in Sicherheit bringen, denn die sind bei Wanzen begehrt. Dabei hilft zum Beispiel eine Schutzhaube.

Ansonsten helfen folgende Tipps gegen Stinkwanzen:

Ein weiterer Gast vor dem Winter ist oft der Marienkäfer. Vertreiben Sie die Nützlinge nicht, denn sie ernähren sich unter anderem von Wanzen. Ein weitaus größeres Problem als Stinkwanzen sind in letzter Zeit allerdings marmorierte Baumwanzen geworden, ein eingeschleppter Schädling. Im Jahr 2020 wurde aber erstmals mit der Samuraiwespe auch ein natürlicher Feind in Deutschland nachgewiesen. *ruhr24.de und echo24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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