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Vogelfutter selbst machen: So geht es und deshalb sollten Sie Meisenknödel ohne Netz aufhängen

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Von: Franziska Irrgeher

Die Temperaturen sinken wieder und die Winterfütterung der Vögel hat begonnen. Außer gekauftem Futter können Sie auch selbst gemachtes Futter verwenden.

Hamburg – Zugegeben, in Rindertalg knetet nicht jeder gerne. Aber selbst das muss bei selbst gemachtem Vogelfutter nicht sein, denn es gibt vegetarische Alternativen. Verwenden können Sie für das selbst gemachte Vogelfutter gekaufte Saaten oder zum Beispiel Sonnenblumenkerne aus eigener Ernte.

Vogelfutter selber machen: So geht es und deshalb sind Meisenknödel im Netz schädlich

Gekauftes Vogelfutter bietet viele Vorteile: Fertig gemischt ist hochwertiges Futter auf Ambrosia getestet und meist schon perfekt auf einzelne Vogelarten oder Weichfutter- beziehungsweise Körnerfresser abgestimmt. Ein Nachteil: Vor allem Meisenknödel oder sogenannte Futterstangen werden meist im Netz angeboten. Und das kann für die gefiederten Gartenbewohner, aber auch für andere Tiere gefährlich werden.

Vögel können sich in den Netzen mit den Füßen verfangen. Daher sollten Vogelfreunde nur Meisenknödel in einem passenden Spender verfüttern, nicht im Netz aufhängen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Knödel nicht von oben nass werden und somit einfrieren können. Auch Streufutter besser in einem Spender verfüttern, so gefriert nichts auf dem Boden. (Vogelschutzgehölze und blühende Hecken: So helfen Sie Vögeln und Insekten)

Vogelfutter selber machen: So geht es

Noch besser: Futter selbst machen, dann kann es auch gleich in passende Gefäße gefüllt werden. Rezepte gibt es viele, der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zum Beispiel nennt als Grundlage für alle Fettfutter-Varianten entweder Rindertalg, Butterschmalz oder Kokosfett. Laut NDR werden davon 300 Gramm erhitzt (nicht kochen), dann geben Gartenfans Speiseöl und ebenfalls 300 Gramm Körner nach Belieben hinzu. Je nach Vogelart kann die Zusammensetzung dabei variieren. Amseln zum Beispiel mögen Rosinen und Haferflocken. (Vogelfütterung im Herbst und Winter: Das müssen Sie beachten und dieses Futter eignet sich)

Auch vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt es praktische Anleitungen für die Herstellung von eigenem Fettfutter. Im folgenden Video wird der Herstellungsprozess noch einmal erklärt:

Daneben bieten diverse Internetseiten auch Übersichten, welche Vögel was gerne fressen. Im Winter allgemein beliebt sind Sonnenblumenkerne, bestenfalls stammen diese von selbst angebauten Sonnenblumen. In diesem Fall könne Gärtner es sich im Herbst noch einfacher machen: Lassen Sie die Sonnenblumen nach der Blüte stehen, die Vögel picken die reifen Kerne selbst heraus. Alternativ können Sie die trockenen Köpfe der Sonnenblumen für die Vögel aufhängen.

Vogelfutter selber machen: Winterliche Kränze für Vögel

Eine besonders schöne Idee stammt vom NDR: Basteln Sie doch Kränze mit Vogelfutter anstatt der üblichen Herbstdekoration. Für solch einen „Vogelkranz“ empfiehlt der NDR neben Futterherzen (oder anderen Formen) zum Beispiel auch Äpfel, als Grundlage dienen Weidenruten.

Nach dem ersten Frost können Gartenfans zum Beispiel auch Vogelbeeren oder Hagebutten mit einarbeiten. Selbst wenn nicht alle Früchte gefressen werden, hat sich die Dekoration in jedem Fall gelohnt.

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