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Stubenfliegen in der Wohnung: Bestimmte Düfte vertreiben die Keimschleudern

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Von: Franziska Irrgeher

Stubenfliegen gehören zu den größten Fliegen bei uns. Vor allem in Innenräumen können sie schnell Keime auf Lebensmittel übertragen.

Fliegen können nerven. Einmal versehentlich in der Wohnung gelandet, finden die Tiere meist nicht mehr hinaus oder schwirren bis dahin umher. Das Geräusch kann mehr als penetrant sein, doch bei Stubenfliegen kommt auch die Übertragung von Keimen ins Spiel. Idealerweise werden Stubenfliegen daher direkt wieder vertrieben. Das kann mit einigen Mitteln klappen.

Stubenfliegen in der Wohnung: So werden Sie die Keimschleudern los

Eine Stubenfliege auf einem Stück Holz.
Fliegen können Krankheiten übertragen. (Symbolbild) © stock&people/Imago

Fliegen sind eigentlich faszinierende Tiere. Sie schmecken mit ihren Füßen, ihr Gehirn kann etwa 250 Bilder pro Sekunde verarbeiten, sie haben ein enorm großes Blickfeld und kopfüber können sie auch laufen. Leider haben gerade Stubenfliegen aber auch einige eklige Angewohnheiten. Die Fliegen bevorzugen für die Eiablage Dinge wie Fäkalien, Kadaver oder andere faulende und verwesende Sachen. So hat der Nachwuchs dann gleich einen reich gedeckten Tisch und kann schnell groß und nervig werden.

Stubenfliegen kommen laut Umweltbundesamt außer in der Wüste überall vor und sind typische Kulturfolger. Die erwachsenen Fliegen ernähren sich laut Umweltbundesamt vorwiegend von zuckerhaltiger Flüssigkeit, Proteine brauchen sie dagegen für die Produktion von Eiern. Die Gemeine Stubenfliege (Musca domestica) ist laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) aber auch überaus nützlich, denn sie bestäubt beispielsweise Lauchpflanzen, Erdbeeren und Brombeeren. Zudem haben Vögel sie laut NABU zum Fressen gern.

Stubenfliegen in der Wohnung: Krankheiten und Gesundheitsrisiken

Das bedeutet aber auch, dass eine Stubenfliege entgegen ihres Namens am besten draußen aufgehoben wäre. In Innenräumen kann ihre Vorliebe für verrottende Dinge schnell eklig und riskant werden. Das Umweltbundesamt berichtet, dass durch die Eiablage auch Krankheits- und Fäulniserreger an der Fliege haften bleiben können und die werden dann auf Lebensmittel übertragen. Lebensmittel können dann schnell verderben. Jedoch seien auch Infektionskrankheiten möglich, etwa Typhus, Cholera, Ruhr, Salmonellose und Maul- und Klauenseuche.

Diese Krankheiten sind aber zu vernachlässigen und stellen im Alltag kaum eine Gefahr dar (zumal manche davon bei uns kaum mehr vorhanden sind). Relevant ist laut Umweltbundesamt daher die Keimübertragung und der damit zusammenhängende Verderb von Lebensmitteln.

Idealerweise locken Sie Stubenfliegen gar nicht erst versehentlich an oder verscheuchen sie direkt wieder:

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Daneben sollen auch warmes Wasser mit Chili oder Cayennepfeffer oder eine Zitrone mit Gewürznelken gegen Stubenfliegen helfen. Vor allem Gerüche sollten Stubenfliegen dann effektiv von der Wohnung abhalten. Übrigens helfen einige der Gerüche auch gegen Mücken, sodass Sie dadurch gleich zwei Vorteile haben.

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