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Schädlinge im Garten bekämpfen: Getrocknete Kräuter halten sie fern

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Von: Jasmin Farah

Wenn es Frühling wird, erwachen auch wieder viele Garten- und Erdbewohner, darunter auch Schädlinge. Doch ein simpler Erste-Hilfe-Trick wirkt dagegen.

Hamburg – Endlich ist wieder Frühling. Das bedeutet auch, dass es für viele Gartenfreunde wieder ab ins Beet geht. Das heimische Grün will schließlich nach den kargen Wintermonaten wieder gehegt und gepflegt werden. Um gut vorbereitet ins Gartenjahr starten, gibt es einige Dinge zu beachten.

Schließlich werden auch Schädlinge nun wie magisch von ihren Pflanzen im Beet angezogen, auf der Suche nach Nahrung. Nacktschnecken fressen Pflanzenteile und Wurzeln an, Blattläuse ebenso. Doch nicht immer will man als Tierfreund gleich die chemische Keule herausholen.

Schädlinge im Garten bekämpfen: Getrocknete Kräuter halten sie fern

Mann stellt Kräuterjauche her, mit Brennnessel und Acker-Schachtelhalm. (Symbolbild)
Aus getrockneten Kräutern und Wasser lässt sich ein Sud gegen Schädlinge herstellen. (Symbolbild) © imageBROKER/O. Diez/Imago

Stattdessen gibt es einige Hausmittel wie etwa Eierschalen, die Schnecken und Co. so gar nicht schmecken. Doch manche sind auch äußerst geruchsempfindlich, weshalb sich einige Pflanzen lohnen, sie im Garten zu säen. Dazu zählen auch viele Kräuter, die uns mit ihrem charakteristischen Duft betören, aber viele Insekten wie etwa Wespen nicht mögen. Eine weitere Möglichkeit ist es, Wildkräuter zu sammeln und diese zu einer Brühe zusammenzurühren, um Schädlinge zu bekämpfen. Das rät zumindest der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR).

Diese sollten Sie zuerst trocknen, denn so sind sie bis zu einem Jahr haltbar. Bewährt hat sich vor allem Ackerschachtelhalm, das sehr gut gegen Pilze und Krankheitserreger wie Sternrußtau, Mehltau, Spinnwebe und Schorf wirkt. Auch Farnkraut, eines der ältesten Gewächse der Welt, hält Schädlinge wie Schnecken oder Blattläuse vom heimischen Grün fern. Zudem enthält es viel Kalzium, was wiederum einen hervorragenden Dünger abgibt.

Schädlinge im Garten bekämpfen: Diese Kräuter enthalten Powerstoffe

Die Brennnessel ist ebenfalls ideal, um Blattläuse und Spinnenmilben zu bekämpfen. Zudem dient sie als Stärkungsmittel für Beetpflanzen. Das Frühjahr ist ideal, um Brennnesseln zu ernten oder im Freien einzusammeln, da das Unkraut jetzt noch nicht blüht. Das bedeutet, dass die jungen Triebe nun noch voller Powerstoffe sind und aus ihren Blättern lässt sich wunderbar ein Tee brühen. Der Tee wirkt entwässernd, blutreinigend und hilft bei Allergien, weiß der NDR.

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Der Sud getrockneter Holunderblätter hingegen wirkt gegen Kohlweißling im Beet. Der Falter tut sich gerne, wie der Name schon sagt, an Kohlgewächsen gütlich. Zudem hilft der Sud aber auch gegen Wühlmäuse im Garten. Dazu gießen Sie den Sud einfach in die Gänge der ungebetenen Gäste. Damit vertreibt man sie, ebenso wie Ameisen.

Schädlinge im Garten bekämpfen: So trocknen Sie Kräuter

Nach dem Pflücken hängen Sie die Kräuter einfach an einem kühlen, schattigen Platz auf. Laut dem NDR sollte die Temperatur nicht 35 Grad Celsius übersteigen, ansonsten gehen die darin enthaltenen Inhaltsstoffe verloren. Nachdem die Kräuter getrocknet sind, geben Sie einfach zehn Gramm auf einen Liter Wasser und lassen Sie die Mischung für einen Tag lang ziehen. Anschließend können Sie die Brühe im Garten, Beet und Rasen ausbringen.

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