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Gefährdete Kreuzkröte: Unsere Lebensweise bedroht ihren Lebensraum

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Von: Joana Lück

Eine im Wasser sitzende Kreuzkröte. (Symbolbild)
Fluss- und Bachauen zählen zum natürlichen Lebensraum der Kröten. (Symbolbild) © Farina Graßmann/Imago

Ein in Berlin-Pankow geplanter Möbelmarkt sowie 2.000 neue Wohnungen bedrohen den Lebensraum der stark gefährdeten Kreuzkröte. Das können wir für den Erhalt des Tieres tun.

Berlin – Über zwei Kilometer weit hört man während der Paarungszeit von April bis Mai das laute Quaken der Kreuzkröten. Doch die Idylle in Wäldern und an Fluss- und Bachauen täuscht: Der mittelgroße Froschlurch ist in Deutschland bereits stark bedroht und das zukünftige Überleben steht dank eines beschlossenen Bauprojektes in Berlin-Pankow auf dem Spiel.

Gefährdete Kreuzkröte: Unser Lebensstil bedroht ihren Lebensraum

Laut dem „Naturschutzbund Berlin“ („Nabu Berlin“) gehört die Kreuzkröte zu Kategorie Zwei auf der „Roten Liste der Amphibien Deutschlands“ – sie gilt somit als „stark gefährdet“*. In der Hauptstadt beschränke sich die Existenz aktuell nur noch auf den Rangierbahnhof Pankow-Heinersdorf – den Schauplatz für die architektonischen Visionen des Unternehmers Kurt Krieger, die bis 2024 noch konkretere Züge als einen Baumarkt, Hochhäuser, Parkplätze, einer Schule sowie Verkaufsflächen annehmen sollen. Folgende Entwicklungen in ganz Deutschland bedrohen den Lebensraum der Kröte mit dem charakteristischen gelben Längsstrich auf dem Rücken:

Der „Nabu Berlin“ fordert daher eine fünf Hektar große Reservatsfläche innerhalb des „Pankower Tors“, um so einen Teil der ortsansässigen Population zu erhalten.

Gefährdete Kreuzkröte: Das können Sie tun

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Da die Kreuzkröte als Lebensraum trockenwarme Gebiete mit lockeren und sandigen Böden benötigt, können Sie versuchen, diese Bedingungen in Ihrem Garten zu schaffen. Haben Sie ausreichend Versteckmöglichkeiten sowie einen Gartenteich als Laichplatz, so stehen die Chancen gut, dass sich zukünftig Kröten in Ihrem Garten niederlassen. Außerdem können Sie im Garten Lichterketten oder eine andere Beleuchtung anbringen, denn diese zieht Insekten und somit auch Kröten an, die liebend gerne Mücken und Fliegen fressen. Weiterer Pluspunkt: Wer Kröten im Garten hat, ist zudem um einen wertvollen Nützling reicher. Die schrumpeligen Amphibien fressen nämlich neben Insekten auch Schnecken und Käfer, die Ihren Pflanzen schaden könnten. *Landtiere.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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