Juckreiz vorbeugen

Bissige Grasmilben: Rasenmähen schützt vor Quaddeln

  • Ines Alms
    VonInes Alms
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Die Herbstgrasmilbe oder Grasmilbe ist mehr als lästig. Um sie zu bekämpfen und ihren Bissen vorzubeugen, hilft unter anderem häufiges Rasenmähen.

Münster – Ein Tier mit vielen Namen sorgt im Sommer für viele Bisse an Mensch und Tier. Herbstgrasmilbe, Erntemilbe, Heukrätze, Herbstlaus oder einfach Grasmilbe – Wer von dem kleinen Tier belästigt wird, leidet schnell unter großem Juckreiz. Es gibt aber Möglichkeiten, die Milbe zumindest im heimischen Garten zu bekämpfen.

Grasmilben bekämpfen: Rasenmähen schützt vor den Bissen

Rasenmähen und lange Beinbekleidung schützen vor den Bissen der Grasmilbe. (Symbolbild)

Die Grasmilbe spielt als Schädling für Pflanzen nur eine untergeordnete Rolle, aber dem Mensch kann sie sehr lästig werden. Die winzigen Herbstgrasmilben halten sich vor allem von Juni bis Oktober und besonders bei warmem Wetter gerne im Gras oder an Sträuchern auf und sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

So kann ein Streifzug durch den Garten unschöne Folgen haben: Die Larven der Milbe bevorzugen dünnhäutige Stellen wie Kniekehlen, Leistenbeugen, Bauchnabel oder Achseln. Auf einen Biss folgen als Symptome stark juckende, rote und erhitzte Quaddeln, die ähnlich wie Mückenstiche aussehen.

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Wässern und Vertikutieren des Rasens vertreiben die Grasmilbe

Laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen lassen sich die lästigen Tiere nicht vernichten, daher muss man vorbeugen. So können Sie sich vor der Grasmilbe schützen:

  • Tragen Sie in ungemähtem Gras lange Hosen, geschlossene Schuhe und stülpen Sie die Socken über die Hose.
  • Pflanzen können Insekten vertreiben: Insektenabwehrmittel oder ätherische Öle von Zedernholz, Eukalyptus oder Citronella halten die Milben auf Abstand, wenn sie auf die Kleidung oder den Körper aufgetragen werden.
  • Mindestens einmal pro Woche ist Rasenmähen zu empfehlen. Entsorgen Sie den Rasenschnitt gleich, am besten in einer Kompostieranlage oder in der geschlossenen Bio-Tonne.
  • Wenn der Rasen zu trocken ist, hilft eine Bewässerung, da sich die Grasmilben dann in den Boden zurückziehen.
  • Moos im Rasen mögen die Milben sehr gern. Regelmäßiges Vertikutieren des Rasens im Frühjahr und im Herbst verringert die Anzahl der Milben.

Sie wissen nicht, ob es sich bei den Quaddeln um Bisse von Grasmilben handelt? Dann machen Sie am besten einen Test und legen Sie ein weißes Tuch oder weißes Papier auf die Wiese. Nach 15 Minuten können Sie dann darauf gegebenenfalls die etwa 0,3 Millimeter großen, flinken rötlichen Milben finden und mit den oben genannten Maßnahmen bekämpfen. Gegen den Juckreiz helfen kühlende Umschläge und juckreizstillende Gele.

Rubriklistenbild: © Redeleit-L./Imago

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