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Giftige Spinnen in Deutschland: Welche Arten Sie kennen sollten

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Von: Jan-Frederik Wendt

Aufgrund des Klimawandels fühlen sich immer mehr exotische Giftspinnen in Deutschland pudelwohl. Welche Arten uns gefährlich werden können.

Viele Menschen reagieren ängstlich – teilweise sogar panisch – auf Spinnen. Wegen des Klimawandels und der Globalisierung sind in den vergangenen Jahren einige exotische Arten nach Deutschland gelangt. Die meisten Spinnen hierzulande sind allerdings vollkommen ungefährlich – wie beispielsweise die Hauswinkelspinne, der Weberknecht und die Zitterspinne. Diese Arten fühlen sich in Gebäuden wohl und können sehr behilflich sein. Denn: Sie ernähren sich von Insekten wie Silberfischen.

Bei wenigen Spinnen ist allerdings Vorsicht geboten. Die gefährlicheren Exemplare kommen zwar selten in Häusern und Wohnungen vor, weil sie sich lieber draußen aufhalten. Doch im Freien kann man auf die Giftspinnen stoßen – wie beispielsweise auf die Europäische Schwarze Witwe, berichtet HNA.de.

Giftspinnen breiten sich in Deutschland aus

Ihr Biss kann extreme Schmerzen verursachen. Ihrem Namen verdankt die Spinnenart ihrem Paarungsverhalten, denn Weibchen fressen die männlichen Exemplare nach der Fortpflanzung auf. Sie erkennen die Europäische Schwarze Witwe an ihrer schwarzen Färbung und den roten Punkten. Die Art zählt zu den Webspinnen.

Eine Kreuzspinne wartet auf Beute.
Eine Kreuzspinne wartet auf Beute. © Rainer Jensen/dpa

Das bedeutet, dass sie Netze spinnt, um ihre Beute zu fangen. Menschen nehmen ihren Biss kaum wahr; die Symptome können aber große Schmerzen verursachen. Gebissene leiden unter anderem an Glieder- und Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Magenkrämpfen und einer erhöhten Körpertemperatur. Der Biss der Giftspinne kann sogar zu Atemlähmungen und einem Herzinfarkt führen.

Die Dornfingerspinne gehört zu den wohl giftigsten Spinnen in Mitteleuropa. Der Achtbeiner – auch Dornfinger genannt – ist nachtaktiv und bevorzugt Insekten sowie Zecken als Beute. Mit ihren starken Kieferklauen kann die Spinne menschliche Haut durchbeißen und so ihr Gift absondern. Betroffene leiden unter stark brennenden Schmerzen und Schwellungen. Dagegen helfen Kältepacks und spezielle Salben. Meistens lassen die Beschwerden nach 24 Stunden nach. Wenn die Schmerzen oder Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen länger anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mit einigen Tricks kann man Spinnen effektiv vertreiben.

Giftspinne beißt, wenn sie sich bedroht fühlt

Die Kräuseljagdspinne ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet, ebenso in Japan, Australien und China. Allerdings fühlt sich die Giftspinne mittlerweile auch in Mitteleuropa wohl. Sie wird vor allem in Süddeutschland häufig gesichtet. Das Tier versteckt sich gerne in Häusern, Gärten und Schuppen. Die Spinne ist zwar giftig, doch kann sie die menschliche Haut mit ihrem Biss nur selten durchdringen. Das Tier beißt zu, wenn es sich bedroht fühlt. Der Schmerz ist vergleichbar mit einem Wespenstich. Die Haut kann röten und Schwellungen treten auf. Die Symptome sind meistens nach ein bis zwei Tagen verschwunden.

Bei der Kreuzspinne handelt es sich um eine heimische Giftspinne. Im Vergleich zu den genannten Arten ist die Kreuzspinne nur schwach giftig. Diese Art kann die menschliche Haut kaum mit ihrem Beißwerkzeug durchdringen. Ein Biss ist mit einem Mückenstich vergleichbar.

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