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Buchfink, Amsel, Star: Die Vögel lassen sich am Gesang erkennen

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Von: Jasmin Farah

Der Frühling ist da und die Vögel zwitschern. Doch welche Melodie gehört zu welchem Piepmatz im Garten? Und wer singt frühmorgens als Erstes?

München – Viele Vögel sind aus ihren Winterquartieren zu uns zurückgekehrt. Nun zwitschert und tönt es wieder auf Wiesen, in Wäldern und in heimischen Gärten. Manche beginnen schon frühmorgens mit ihrem Gesang, andere singen lieber für sich alleine in den Abendstunden. Doch was auffällt: Oftmals sind verschiedene Melodien zu hören. Das bedeutet, dass es sich allerhand Vogelarten bei uns gemütlich machen und die Paar- und Brutzeit begonnen hat.

Buchfink, Amsel, Star: Die Vögel lassen sich am Gesang erkennen

Oftmals fragen sich interessierte Gartenfreunde, welcher Gesang zu welchem Piepmatz gehört? Tatsächlich lässt sich schnell herausfinden, ob ein Amsel- oder Buchfinkmännchen gerade versucht, ein Weibchen anzulocken. So erkennen Sie sie:

Vogelgesang: Hausrotschwanz

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“: Dieses Sprichwort passt perfekt auf den Hausrotschwanz, auch Rotschwänzchen genannt. Schließlich beginnt er mit seinem Gesang schon etwa 90 Minuten vor Sonnenaufgang. Damit ist er auch der Erste, den man morgens trällern hört. Die Melodie des 14 Zentimeter kleinen Vogels ist sehr charakteristisch, es klingt eher pfeifend und wie ein „fidifidifidi“. Generell wirkt der Vogel mit dem roten Schwanz sehr hektisch und aufgeregt. Er flitzt viel hin und her, stets auf der Suche nach Nahrung. Seine Leibspeise: Spinnen, Insekten und Beeren.

Vogelgesang: Amsel (Schwarzdrossel)

Amselmännchen und -weibchen lassen sich leicht durch ihr Gefieder unterscheiden. Während das Männchen komplett schwarz ist, sind die Weibchen bräunlich gefärbt. Die Amsel gehört zu den Drosselarten und zu den Singvögeln, die hierzulande am häufigsten vorkommen. Sie gelten als Einzelgänger, hüpfen im Garten umher, auf der Suche nach Würmern, Insekten oder Beeren.

Ein Amselmännchen singt. (Symbolbild)
Amseln singen gerne und ausgiebig. (Symbolbild) © H. Baesemann/Imago

Amseln sind im heimischen Grün sehr beliebt aufgrund ihres melodischen und vielfältigen Gesangs. Sie trällern am liebsten in den frühen Abendstunden, wenn es dämmert. Dann kann es sein, dass sie über Stunden ein Konzert geben.

Vogelgesang: Buchfink

Wer durch den Wald geht und einen Vogel zwitschern hört, kann sich oftmals sicher sein, dass es ein Buchfink ist. Seine Melodie ist ein schnelles „Finkfinkfinkfink trübtrübtrüb“. Vor allem die erste Silbe seines Rufes ist auch in seinem Namen wiederzufinden. Meist trällert das Männchen, das eine rostrote Färbung, mit weißen sowie auch gelben Flecken auf den Flügeln aufweist sowie über den Nacken grau-blau gefärbt ist. Das Weibchen ist wie bei vielen Vogelarten eher unscheinbar und hat ein gräuliches Gefieder. Auf ihrem Speiseplan stehen Bucheckern, Beeren und Samen.

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Vogelgesang: Star

Stare sind eine gefährdete Vogelart und leicht mit Amseln zu verwechseln. Doch wer genau hinsieht, merkt schnell: Der Zugvogel ist kleiner und hat weiße Sprenkel im Gefieder. Letzteres glänzt zudem im Licht eher blau-grünlich. Wenn er singt, sind die meisten verzückt: Schließlich kann er viele verschiedene Melodien singen und sogar andere Vögel nachahmen.

Deshalb ist er auch der Piepmatz, der am schwersten an seinem Gesang zu erkennen ist. Doch ein Detail verrät ihn: Ab und an stößt er ein heiseres „Ärr“ aus. Dabei trippelt über Wiesen oder in Gärten umher, auf der Suche nach Regenwürmern, Schnecken, Samen oder Früchten.

Vogelgesang: Haussperling (Spatz)

Gesellig, quirlig und am liebsten in Gruppen unterwegs: Der Spatz ist hierzulande fast überall zu finden. Auf Hausdächern, in Parks oder auf der Suche nach Nahrung unterm Tisch im Café: Der kleine Vogel mit dem grau-bräunlichen Gefieder ist sehr zutraulich. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen lediglich darin, dass sie eine graue Kappe tragen, rostbraune Schläfen haben und eine schwarze Brust.

Obwohl sie nur 15 Zentimeter groß werden, sind Spatzen oftmals sehr laut und „tschilpen“, während sie auf Dächern oder Stromleitungen sitzen. Generell sind sie nicht besonders wählerisch, was ihren Lebensraum oder Speiseplan angeht. Demnach brütet der Spatz schon mal auch in Mauernischen oder sogar verlassenen Nestern anderer Vogelarten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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