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Mondkalender Mai 2022: Das muss jetzt im Garten gemacht werden

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Rote Stachelbeeren in einer Schüssel (Symbolbild)
Im Mai sind die ersten Stachelbeeren erntereif. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Die Gartenarbeit und Saat der Pflanzen kann auch im Monat Mai nach dem Mondkalender ausgerichtet werden. Viele Gemüsesorten können jetzt in den Boden.

München – Schon vor hunderten von Jahren fanden die Menschen heraus, dass der Mond vieles auf der Erde beeinflusst. Dazu gehören nicht nur Ebbe und Flut, sondern auch Vorgänge in der Natur und sogar im menschlichen Körper. Wer nach dem Mondkalender lebt, achtet zum Beispiel auf das passende Sternzeichen, in dem der Mond gerade steht, um etwa Friseurtermine zu planen, den Hausputz zu erledigen oder sich um andere gesundheitliche Fragen zu kümmern. Verschiedene Phasen im Mondzyklus, wie die Ab- und Zunahme des Mondes und das Tierkreiszeichen, in dem er steht, spielen dabei eine Rolle.

Schon im Mittelalter richtete sich die Arbeit der Bauern auf dem Feld nach dem Mond und moderne Gartenarbeit unterscheidet sich davon im Prinzip kaum. Jeder Monat hat seine eigenen Besonderheiten, wie Maria Thun (1922-2012), die Pionierin des biologisch-dynamischen Gärtnerns, anhand von astronomischen Berechnungen erforscht hat. Auf die folgenden Besonderheiten sollten Sie achten, wenn Sie sich im Mai um Ihren Garten kümmern.

Im Mai geht der Vollfrühling in den Frühsommer über. Das bedeutet, dass der Hobbygärtner im heimischen Garten einiges zu tun hat. Es ist die Zeit, in der Löwenzahn, Maiglöckchen und Flieder blühen und man zum ersten Mal nach dem Winter den Rasenmäher herausholt. In den Bäumen singen die Vögel, die aus dem Süden wieder zurück sind und nun mit Frühlingsgefühlen nach einem Partner suchen.

Gartenarbeit vor dem Sommer: Was kann im Mai schon gepflanzt und geerntet werden?

Die Stauden, die im April noch im Topf standen, können jetzt im Garten eingepflanzt werden. Auch Blumenknollen für Dahlien oder Gladiolen sind jetzt so weit, um in die sich langsam erwärmende Erde gesetzt zu werden. Ab Mitte des Monats, wenn die Tage immer sommerlicher werden und die kalten Mainächte vorüber sind, ist auch kälteempfindliches Gemüse wie Tomaten und Paprika bereit für das Beet im Garten. Vor dem Einpflanzen können Sie das Gemüse noch einige Tage im Topf draußen stehen lassen, um es schon einmal an die Temperaturen zu gewöhnen.

In den ersten zwei Mai-Wochen sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit einigen Wurzel- und Blütenpflanzen widmen. Haferwurzel, Mairübchen, Möhren, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Zwiebeln, Kartoffeln und Knoblauch können jetzt ins Beet im Garten. Auch Kornblumen, Mädchenauge, Schmuckkörbchen, Ringelblumen, Tagetes und viele andere einjährige Sommerblumen blühen in einigen Wochen wunderbar, wenn Sie sie jetzt aussäen. Für das Anpflanzen von Blattpflanzen wie Kohl- und Salatsorten eignet sich der Mai ebenfalls.

In der zweiten Hälfte des Monats dreht sich dagegen alles um Bohnen. Jetzt ist die perfekte Zeit, Buschbohnen, Stangenbohnen, Feuerbohnen zu säen. Zwischen den Bohnen sollten Sie einjähriges Bohnenkraut pflanzen. Das zieht Blattläuse an, die so die Bohnenpflanzen verschonen, und sorgt für ein gutes Aroma. Vorgezogene Pflanzen wie Gurken, Kürbis, Paprika, Tomaten, Zucchini können ebenfalls ins Gemüsebeet, ebenso wie Mairüben, Möhren, Radieschen, Rettich oder Rote Bete. Im Blumenbeet können Sie Bartnelken, Fingerhut, Goldlack, Hornveilchen, Kalifornischen Mohn, Stiefmütterchen oder Stockrosen säen und pflanzen.

Die Beeren sind reif: Im Mai kann der Hobbygärtner die ersten Stachelbeeren ernten

Wenn Sie Stachelbeeren im Garten haben, behalten Sie Ihre Sträucher im Auge. Sollten diese anfangen, sich unter der Last der Früchte zu biegen, ist es Zeit für die erste Ernte. Zwar sind die Beeren zu diesem Zeitpunkt in der Regel noch nicht ganz ausgewachsen und ausgefärbt, schmecken aber schon hervorragend als Marmelade. Unbearbeitet sind sie jetzt allerdings noch etwas zu sauer zum Genießen.

Neben den Stachelbeeren blüht jetzt auch der Holunder. Nach der Ernte kann der Hobbygärtner ganz verschiedene Dinge mit den Holunderzweigen machen. Aus den Dolden lassen sich zum Beispiel Sirup, Tee, Gelee oder Limonade anfertigen. Auch backen kann man mit Holunder, zum Beispiel knusprige Hollerküchlein. Das Rezept ist einfach, Sie benötigen:

Verrühren Sie Mehl, Milch, Eier, Salz zu einem dickflüssigen Teig. Erhitzen Sie das Öl oder Butterschmalz in einem flachen Topf. Nehmen Sie die Blütendolden am Stängel, tauchen Sie diese kurz in den Teig und backen Sie sie nacheinander im heißen Öl goldgelb aus. Aus diesem Rezept erhalten Sie etwa zehn Küchlein.

Was sonst noch zu tun ist: Was muss der Hobbygärtner im Mai im Garten erledigen?

Die Tage werden sonniger und die Pflanzen freuen sich über Licht und Wärme. Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, gerade Ihre frisch gepflanzten Obstgehölze genügend zu wässern. Auch die Johannisbeersträucher freuen sich aktuell über viel Wasser. Während der Blüte sollten Sie den Beerenstrauch regelmäßig gießen.

Andere Pflanzen müssen stattdessen mit der Gartenschere bearbeitet werden. Verblühte Mandelbäumchen profitieren in dieser Zeit von einem Rückschnitt, Rosen und Rhabarber sollten von Wildtrieben befreit werden. Falls Sie Waldmeisterpflanzen haben, können diese nun abgeerntet werden. Die Blattsträußchen können in Weißwein eingehängt für eine hervorragende Maibowle sorgen.

Welche Tage eignen sich im Mai besonders für welche Gartenarbeiten?

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Pflege der jeweiligen Pflanzen also Anfang des Monats in den Wochen vor dem Vollmond am 16. Mai.

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