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Mondkalender Januar 2022: Wann muss was gemacht werden im Garten?

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Rotkehlchen frisst im Winter Obst (Symbolbild).
Der tierliebe Hobbygärtner legt im Januar hin und wieder Lagerobst für die Vögel aus (Symbolbild). © F. Hecker/Imago

Die Gartenarbeit und Saat der Pflanzen kann auch im Monat Januar nach dem Mondkalender ausgerichtet werden. Schon im Winter kann einiges für den Garten vorbereitet werden.

München – Schon vor hunderten von Jahren fanden die Menschen heraus, dass der Mond vieles auf der Erde beeinflusst. Dazu gehören nicht nur Ebbe und Flut, sondern auch Vorgänge in der Natur und sogar im menschlichen Körper. Wer nach dem Mondkalender lebt, achtet zum Beispiel auf das passende Sternzeichen, in dem der Mond gerade steht, um etwa Friseurtermine zu planen, den Hausputz zu erledigen oder sich um andere gesundheitliche Fragen zu kümmern. Verschiedene Phasen im Mondzyklus, wie die Ab- und Zunahme des Mondes und das Tierkreiszeichen, in dem er steht, spielen dabei eine Rolle.

Mondkalender Januar 2022: Wann muss was gemacht werden im Garten?

Schon im Mittelalter richtete sich die Arbeit der Bauern auf dem Feld nach dem Mond und moderne Gartenarbeit unterscheidet sich davon im Prinzip kaum. Jeder Monat hat seine eigenen Besonderheiten, wie Maria Thun (✝ 2012), die Pionierin des biologisch-dynamischen Gärtnerns, anhand von astronomischen Berechnungen erforscht hat. Auf die folgenden Besonderheiten sollten Sie achten, wenn Sie sich im Januar um Ihren Garten kümmern.

Mondkalender Januar 2022: So bereitet sich der Hobbygärtner im Januar aus das Jahr vor

Der Januar gehört zur Jahreszeit des Winters und ist demnach eigentlich kein hochbeschäftigter Monat, wenn es um Gartenarbeit geht. Heimische Pflanzen haben sich auf die Kälte eingestellt, die Bäume haben ihre Blätter verloren und die meisten Gartentiere befinden sich im Winterschlaf. Erst im Frühjahr werden die ersten Blumen und Knospen wieder Richtung Licht die Köpfe heben. Trotzdem gibt es auch in den kalten Wintermonaten einiges, was im Garten zu erledigen ist.

Es ist zum Beispiel nie zu früh, das neue Gewächshaus oder das diesjährige Gemüsebeet zu planen. Wer viel Platz im Garten hat und sich für ein Gewächshaus entscheidet, sollte einige Dinge beachten. Ein gutes Gewächshaus sollte mindestens 12 Quadratmeter messen. Zu kleine Gewächshäuser heizen sich schnell auf und kühlen auch schnell wieder ab. Diese wechselhaften Temperaturen sind schlecht für die Pflanzen.

Wer sich stattdessen für ein Beet entscheidet, kann bereits im Januar anfangen, die passenden Samen zu bestellen. Dabei ist nicht nur die Zusammenstellung des Gemüses wichtig, sondern auch die Farben der Pflanzen können eine Rolle spielen. Mangold, Tomaten, Paprika oder Bohnen sorgen für schöne Farbtupfer im Beet, sind allerdings auch wertvolle Lebensmittel. Farbstoffe wie Carotinoide, die zum Beispiel in Karotten vorkommen, oder Anthozyane bringen farblichen Pep ins Beet, sind aber auch für den menschlichen Körper sehr gesund.

Während Sie Ihre Beete planen, sollten Sie das aktuelle Treiben in Ihrem Garten nicht vergessen. In der kalten Jahreszeit haben es Vögel schwer, genügend Futter zu finden. Der tierliebe Hobbygärtner legt deswegen hin und wieder Lagerobst aus. Am besten platzieren Sie es am Boden, aufgehängt ist das Obst für Amsel, Drossel, Fink und Star schwer zu erreichen. Sollte im Winter Schnee liegen, sollten Sie sich auch um diesen kümmern. Bitte aber beachten: weggeschaufelten Schnee nicht auf Zwiebelblumen oder Staudenbeeten abladen. Die Pflanzen darunter können ersticken oder sich nur mit viel Kraft wieder nach oben kämpfen.

Mondkalender Januar 2022: Was kann im Januar bereits geerntet und angebaut werden?

Zwar ist der Januar kein Monat für viel Erntearbeit, ein bisschen Ertrag sollte Ihr Garten aber auch in dieser Jahreszeit bringen. Immer vorausgesetzt Sie haben auch ein paar Winterpflanzen in Ihrem Sortiment. Immergrüne Hecken zum Beispiel liefern auch im Winter grüne Zweige für Gestecke und Sträuße. Die Strauch-Eibe ist zum Beispiel sehr kälteverträglich. Auch die Heckenkirsche bleibt im Winter stehen. Ebenfalls zu den wintertauglichen Blattpflanzen gehören der Liguster, der im Winter bronzefarben werden kann, der Japanische Spindelstrauch oder die Japanische Stechpalme.

Ernten können Sie im Januar die ersten Winterknollen. Der sogenannte Knollenziest ist ein Lebensmittel, das ab Oktober geerntet werden kann. Ernten Sie immer wieder, denn die Knollen werden nach dem Ernten schnell trocken. Am besten erntet man die Knollen daher immer erst dann, wenn man sie zubereiten möchte. Eine Laub- oder Reisigdecke schützt die Winterknollen unter der Erde vor Frost.

Wer winterharte Kräuter in seinem Garten hat oder sie im Zimmer anbaut, kann diese ebenfalls jetzt ernten und winterliche Tees kochen oder ein Kräuterbad nehmen. Besonders Bärlauch oder Petersilie gedeihen auch in der schattigen Kälte. Außerdem können Sie im Januar bereits im Haus einiges an Gartenarbeit vorbereiten. Im Topf lassen sich zum Beispiel Andenbeeren anzüchten, auf der Fensterbank Grünsprossen wie Brokkoli, Buchweizen, Erbsen, Linsen, Grünkohl, Kresse, Radieschen, Rettich, Senf, Rucola oder Sonnenblume. Auch Keimsprossen wie Sojabohnen, Alfalfa, Bockshornklee, Brokkoli, Getreide, Kicher- und Zuckererbsen, Linsen, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Senf, Sonnenblumen gedeihen am Fenster.

Welche Tage eignen sich im Januar besonders für welche Gartenarbeiten?

An diesen Tagen im Januar können laut astronomischer Berechnung die vier verschiedenen Pflanzenarten in den jeweiligen Sternzeichen am besten gepflegt und bearbeitet werden:

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Pflege der jeweiligen Pflanzen also Anfang des Monats zum Neumond am 2. Januar und in den Wochen nach dem Vollmond am 18. Januar. Den aktuellen Mondkalender finden Sie hier.

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