Äpfel ernten und den Teich winterfest machen

Mondkalender im November 2021: Wann muss was gemacht werden im Garten?

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Der Mond beeinflusst nicht nur Ebbe und Flut, auch auf Pflanzen soll er eine große Wirkung haben. So kümmern Sie sich im November 2021 am besten nach dem Mondkalender um Ihren Garten.

  • Der Mondkalender gibt die besten Tage für Gartenarbeiten aller Art vor
  • Im November werden die Äpfel geerntet und eingelagert und der Garten winterfest gemacht. Teich, Pflanzen und Kompost brauchen nun Ihre Aufmerksamkeit
  • Am besten ist im November 2021 dafür die Zeit um den Neumond am 4. November herum und Ende des Monats geeignet

München – Der Mond beeinflusst nicht nur Menschen, auch auf die Pflanzen wirkt er sich aus. Verschiedene Phasen im Mondzyklus, wie die Ab- und Zunahme des Mondes und das Tierkreiszeichen, in dem er gerade steht, spielen dabei eine Rolle.

Maria Thun (89,✝ 2012), die Pionierin des biologisch-dynamischen Gärtnerns, stellte fest, dass der Mond auch auf die Abläufe im heimischen Garten Auswirkungen hat. Dieses Wissen können sich Gärtner nun zunutze machen, indem sie sich nach dem Mondkalender richten.

Mondkalender im November: Die Apfelernte im November

Der November beginnt mit den letzten Wochen des Spätherbstes und geht dann in den Winter über, für den im Garten einiges vorbereitet werden sollte. Es ist die Zeit des Winterjasmins und der Apfelernte, die nun in vollem Gange ist. Spätblühende Sorten wie der Bohnapfel, Danziger Kantapfel, Jakob Lebel, Landsberger Renette, Schöner von Nordhausen oder der Hauxapfel reifen nun heran.

Lageräpfel wie der Berlepsch, Roter Boskoop, Ontario, Pinova oder Topaz können jetzt eingelagert werden und halten im Lager nicht nur lange, sondern entwickeln in den folgenden Monaten erst ihr leckeres Aroma. Auch Wintersorten wie der Brettacher können lange gelagert werden, weil sie ihre Schale mit Wachs beschichten und so frisch bleiben. Nach dem Pflücken sollten Äpfel eine Nacht im Freien verbringen, um auszukühlen, bevor sie im kühlen Lager verstaut werden. Dabei sollte der Hobbygärtner darauf achten, die Äpfel nicht zu nah zusammen zu legen oder gar zu stapeln, da so Druckstellen und Verletzungen entstehen können, die im schlimmsten Fall zu Fäule führen, die auf die Nachbaräpfel übergreift. Die beste Lagertemperatur für Winteräpfel liegt bei etwa 3-6°C.

Mondkalender im November: Das ist im November im Garten zu tun

Womit der Gärtner im Winter zunächst kaum Arbeit hat, sind verschiedene Kohlsorten. Wintersorten wie Grün- und Rosenkohl können den ganzen Winter im Beet bleiben und noch bis zum Frühling geerntet werden. Auch Kopfkohl kann noch einige Zeit bei Kälte in der Erde bleiben. Wenn der erste Frost kommt, sollte das Gemüse aber in Schuppen, Kellern oder Garagen eingelagert werden. Chinakohl, Feldsalat, Winterrettich, Schwarzwurzeln, Hagebutten und Schlehen sind ebenfalls erntereif.

Gepflanzt werden können zu dieser kalten Jahreszeit noch immer Gehölze wie Obstbäume oder Rosen. Auch Kaltkeimer wie das Alpenveilchen, die Schlüsselblume, Enzian oder Bärlauch können in Saatgefäßen im Freien aufgestellt werden.

Wenn Sie in Ihrem Garten Ziergräser haben, sollten diese für den Winter in zeltartigen Bündeln zusammengebunden werden. Das sorgt dafür, dass Schnee und Regen abperlen und die Pflanzen nicht zerstören. Auch ein Gartenteich bedarf zum Wintereinbruch der richtigen Pflege. Teichpumpen sollten jetzt entfernt und fachgerecht gelagert werden. Sollte Ihr Teich in Ihrer Wohnregion Gefahr laufen zuzufrieren, empfiehlt es sich, ein Bündel Stroh oder zusammengebundenen Bambus, der durch die Wasseroberfläche ragen muss, in den Teich zu hängen, so dass die Pflanzen unter Wasser genug Sauerstoff bekommen.

Darüber hinaus sollten Sie zum Winter hin Ihren Kompost neu aufsetzen und zum Beispiel mit Stroh oder Laub abdecken. So bleibt er belebt und wird weder zu trocken noch zu nass. Vom Frost angegriffene schwere Erde sollten Sie jetzt umgraben, damit diese nicht zu krümelig wird, und wenn Sie Pflanzen und Blumen auf der Fensterbank haben, empfiehlt es sich, diese im Winter öfter abzustauben oder abzubrausen, da sie in den dunklen Monaten jeden Lichtstrahl brauchen.

Mondkalender im November: Welche Tage eignen sich im November besonders für welche Gartenarbeiten?

An diesen Tagen im November können laut astronomischer Berechnung die vier verschiedenen Pflanzenarten in den jeweiligen Sternzeichen am besten gepflegt und bearbeitet werden.

Blüten- und Samentage4.-6.11./12.-14.11./22.-24.11. Gartenarbeiten unterstützen Blüten- und Samenbildung bei ein- und zweijährigen Pflanzen sowie Stauden und anderen Blütenpflanzen. (Waage, Zwilling, Wassermann)
Fruchttage1.11./8.-10.11./17.-19.11./26.-28.11. Gartenarbeiten unterstützen Fruchtbildung bei Pflanzen wie Erbsen, Gurken und Kürbissen. (Löwe, Widder, Schütze)
Blatttage6.-8.11./14.-17.11./24.-26.11. Gartenarbeiten unterstützen an diesen Tagen die Blattbildung. Zum Beispiel an Pflanzen wie Endivie, Feldsalat und Kopfkohl. (Skorpion, Krebs, Fische)
Wurzeltage1.-4.11./10.-12.11./19.-22.11./28.-30.11. Gartenarbeiten unterstützen Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Möhren und Radieschen. (Jungfrau, Stier, Steinbock)

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Arbeiten an den jeweiligen Pflanzen also Ende des Monats und in den Wochen um den Neumond am Donnerstag, den 4. November herum. Vom 1. November bis zum 8. November 2021 und am dem 22. November bis zum Ende des Monats bietet sich die Gartenarbeit besonders gut an.

Den aktuellen Mondkalender finden Sie hier.

Rubriklistenbild: © imago images / Karina Hessland

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