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Mondkalender im November 2020: Wann muss was gemacht werden im Garten?

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Von: Franziska Irrgeher

Der Mond beeinflusst nicht nur Ebbe und Flut, auch auf Pflanzen soll er eine große Wirkung haben. So kümmern Sie sich im November 2020 am besten nach dem Mondkalender um ihren Garten.

München – Der Mondkalender ist keine neue Erfindung, schon seit Jahrhunderten richten sich die Bauern bei der Feldarbeit danach. Maria Thun (89,✝ 2012), die Pionierin des biologisch-dynamischen Gärtnerns, stellte später durch astronomische Forschung fest, dass der Mond auch Auswirkungen auf die Abläufe im Garten hat. Vom Mond abhängig sind die Termine fürs Aussäen, Anpflanzen, Ernten und mehr bei der Gartenarbeit.

Mondkalender November: Das kann im November geerntet und ausgesät werden

Der November beginnt im Spätherbst, der vor allem durch Laubfall gekennzeichnet ist, und geht dann in den Winter über, der bis Mitte des Februars anhalten wird. Generell gilt der November als der Monat der Äpfel. Spätblühende Sorten wie der Bohnapfel, Danziger Kantapfel, Jakob Lebel, Landsberger Renette, Schöner von Nordhausen oder der Hauxapfel sind nun erntereif.

Als letzter von den Bäumen verliert nun auch die heimische Eiche ihre Blätter und das ist das Zeichen für den Gärtner, dass nun der Garten winterfest gemacht werden sollte. Das bedeutet zum Beispiel, dass Wintersalat-Beete wegen der zusätzlichen Wärme mit Vlies bedeckt werden. Steckrüben, Kopfkohl, Lagermöhren und Knollengemüse ebenso wie Haferwurzeln, Schwarzwurzeln oder Winterrettich sind nun außerdem erntereif.

Einige Kohlsorten bleiben weiterhin in der Erde; Wintersorten wie Grün- und Rosenkohl können den ganzen Winter im Beet verbringen und noch bis zum Frühling geerntet werden. Auch Kopfkohl, Weißkohl, Rotkohl und Wirsing, kann noch einige Zeit bei Kälte im Garten bleiben. Sobald die frostdurchzogenen Nächte einziehen, sollte das Gemüse aber in Schuppen, Kellern oder Garagen eingelagert werden.

Gepflanzt werden können zu dieser kalten Jahreszeit Gehölze wie Obstbäume oder Rosen. Sie können so vor dem Winter noch Wurzeln bilden. Auch Kaltkeimer wie das Alpenveilchen, die Schlüsselblume, Enzian oder Bärlauch können in Saatgefäßen im Freien aufgestellt werden.

Mondkalender November: Diese Tage eignen sich im November besonders für die Gartenarbeiten

An diesen Tagen im November können laut astronomischer Berechnung die vier verschiedenen Pflanzenarten in den jeweiligen Sternzeichen am besten gepflegt und bearbeitet werden:

Blüten- und Samentage4.-7.11./ 14.-15.11./21.-24-11. Gartenarbeiten unterstützen Blüten- und Samenbildung bei ein- und zweijährigen Pflanzen sowie Stauden und anderen Blütenpflanzen. (Waage, Zwilling, Wassermann)
Fruchttage8.-11.11./ 17.-19.11./27.-29.11. Gartenarbeiten unterstützen Fruchtbildung bei Pflanzen wie Erbsen, Gurken und Kürbissen. (Löwe, Widder, Schütze)
Blatttage7.-8.11./ 15.-17.11./24.-27.11. Gartenarbeiten unterstützen an diesen Tagen die Blattbildung. Zum Beispiel an Pflanzen wie Endivie, Feldsalat und Kopfkohl. (Skorpion, Krebs, Fische)
Wurzeltage1.-4.11./11.-14.11./19.-21.11./29.-30.11. Gartenarbeiten unterstützen Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Möhren und Radieschen. (Jungfrau, Stier, Steinbock)

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Arbeiten an den jeweiligen Pflanzen also in den Wochen um den Neumond herum. Dieser ist im November 2020 am Sonntag, den 15 November. Vom 5. bis zum 18. November bietet sich die Gartenarbeit besonders gut an, wenn es um Pflanzen und Aussaat geht.

Mondkalender November: Diese Vorbereitungen und Arbeiten stehen im Garten an

Neben den Pflanzen, die vor dem Winter Aufmerksamkeit brauchen, müssen auch andere Dinge im Garten erledigt werden, bevor die kalten Tage und Nächte ins Land ziehen. Wer einen Teich besitzt, sollte diesen im November mit einem Netz abdecken. So wird verhindert, dass Herbstlaub oder Dreck hineingeweht werden. Außerdem sollte man im Spätherbst den Kompost neu aufschichten und mit Laub, Stroh, Schilfmatten oder Jutesäcken bedecken. Das sorgt einerseits dafür, dass der Kompost nicht durch Regen oder Schnee durchnässt wird, andererseits bleibt er durch die Wärme darunter auch im Winter belebt.

Im Winter kann man außerdem dazu übergehen, die heimischen Gartenvögel mit Fettfutter zu füttern, da diese jetzt besonders viel Energie brauchen und das Fett im Futter auch die mangelnden Insekten und Würmer in der kalten Jahreszeit ersetzt.

Mondkalender November: Wann und wie sollen geerntete Pflanzen gelagert werden?

Geerntet und gelagert wird im November in erster Linie Obst vom Baum, allen voran Äpfel. Lageräpfel wie Berlepsch, Roter Boskoop, Ontario, Pinova oder Topaz reifen während der monatelangen Einlagerung nach und entfalten erst dann ihr genussvolles Aroma. Wintersorten wie Glockenapfel oder Brettacher lassen sich darüber hinaus besonders lange aufbewahren und werden Ihnen bei richtiger Lagerung monatelang permanenten Obstgenuss liefern.

Nach der Ernte sollten Äpfel am besten eine Nacht im Freien verbringen, bevor sie ins kühle Lager – zum Beispiel in den Keller oder die Garage – kommen. Die einzelnen Äpfel sollten in einem kleinen Abstand zueinander liegen, damit ein eventuell fauler Apfel nicht direkt weitere „ansteckt“. Grundsätzlich sind faule oder anderweitig beschädigte Äpfel aber vorher auszusortieren. Bei 3–6 ° C und hoher Luftfeuchte halten Wintersorten lange durch.

Den tagesaktuellen Mondkalender finden Sie hier.

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