Gärtnern in der kalten Jahreszeit

Mondkalender im Januar 2021: Wann muss was gemacht werden im Garten?

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
    schließen

Der Mond beeinflusst nicht nur Ebbe und Flut, auch auf Pflanzen soll er eine große Wirkung haben. So kümmern Sie sich im Januar 2021 am besten nach dem Mondkalender um Ihren Garten.

  • Der Mondkalender gibt die besten Tage für Gartenarbeiten aller Art vor
  • Im Januar sollten Sie sich um die überwinternden Pflanzen kümmern und können auch den heimischen Gartenvögeln etwas Gutes tun
  • Am besten sind dafür im Januar die Tage zwischen Vollmond und Neumond geeignet

München – Für manche klingt er esoterisch, Hobbygärtner schwören allerdings auf ihn: den Mondkalender. Jahr für Jahr soll er anzeigen, was, wann und wie am besten im eigenen Grün gedeiht. Schließlich hat der Mond mehr Auswirkungen auf Mensch und Natur als viele denken.

So beeinflusst er nicht nur Ebbe und Flut, sondern je nach Mondzyklus und dem dazu gehörigen Tierkreiszeichen soll er auch beim Wachstum von Pflanzen eine große Rolle spielen.

Mondkalender Januar 2021: Das kann jetzt geerntet werden

Der Januar liegt mitten in der Zeit des Winters und eigentlich befindet sich der Garten eines jeden Hobbygärtners gerade im Winterschlaf. Die heimischen Pflanzen sind auf die Kälte eingestellt und werden sich erst im Frühling wieder regen. Viele Tiere, wie die kleine Haselmaus oder andere Nager, befinden sich längst in ihren Winterquartieren. Ein paar Dinge passieren allerdings doch im winterkalten Garten.

Zum einen kämpfen sich nun die ersten Schneeglöckchen aus dem kalten Boden, die gepflückt oder einfach im Garten betrachtet werden können, aber auch mit Kräutern kann zu dieser Jahreszeit gearbeitet werden. Zum Beispiel können Sie im Januar bereits eine Kräutermauer planen, die Sie im Frühjahr anlegen werden. Thymian-Sorten, Lavendel, mediterraner Oregano und sogar Rosmarin halten auf einer Trockenmauer wegen des gut wasserdurchlässigen, trockenen, sehr mageren und kalkhaltigen Bodens jahrelang.

Auf der Fensterbank können Sie auch im Winter Kräuter zum Kochen pflegen. Kräutertöpfe mit Bohnenkraut, Basilikum, Salbei, kleine Steckzwiebelchen oder Rosmarin gibt es im Supermarkt. Wenn Sie diese in etwas größere Gefäße umtopfen, halten die Pflanzen länger und Sie haben den ganzen Winter etwas davon. Die Winterheckzwiebel, auch ewige Zwiebel genannt, hingegen ist um diese Jahreszeit sogar im Garten lebensfähig. Im Normalfall können Sie deren Blätter zum Verarbeiten das ganze Jahr über ernten.

Mondkalender Januar 2021: Das ist jetzt sonst noch zu tun

Damit bei Ihren Obstbäumen wegen der starken Temperaturunterschiede auf Nord- und Südseite der Pflanze keine Frostrisse entstehen, ist der Januar die ideale Zeit, um die Rinde mit einer Kalk-Lehmbrühe zu bestreichen. Die helle Farbe reflektiert das Sonnenlicht und der Stamm trocknet nicht aus. Wenn Sie einen Pfirsichbaum im Garten haben, sollten Sie mit einer Mulchschicht auf der Baumscheibe dafür sorgen, dass der Boden lange gefroren bleibt. So verhindern Sie, dass die Knospen zu früh kommen und von Spätfrösten zerstört werden.

Wenn Sie im Winter gern frisches Grün ernten möchten, können Sie sich Wurzelpetersilie in einem tiefen Topf am Fenster anpflanzen. Nach etwa vier Wochen ernten Sie die ersten Blätter. Dabei sollten Sie darauf achten, vor allem die Äußeren zu pflücken. Aus der Mitte kommt dann immer neues Grün nach.

Außerdem ist der Januar eine Zeit, in der Sie sich im Garten zum Beispiel damit beschäftigen können, Knöterich auszulichten oder heimische Vögel zu füttern. Beachten Sie dabei, dass Sie das Futter so bereitstellen, dass die Vögel nicht darin herumlaufen können und dass es vor der Witterung geschützt ist.

Die Vögel müssen die Futterstelle auch gut erreichen können und diese sollte nicht unbedingt gut zugänglich für Katzen sein. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre gefiederten Nachbarn zu füttern, tun Sie es regelmäßig. Die Tiere merken sich das nämlich und kehren an die Futterquellen zurück.

Mondkalender Januar 2021: Diese Tage eignen sich jetzt besonders für Gartenarbeiten

An diesen Tagen im Januar können laut astronomischer Berechnung die vier verschiedenen Pflanzenarten in den jeweiligen Sternzeichen am besten gepflegt und bearbeitet werden:

Blatttage01.-02.01./ 09.-11.01./ 17.-20.01./ 28.-29.01. Gartenarbeiten unterstützen die Blattbildung. Zum Beispiel an Pflanzen wie Endivie, Feldsalat und Kopfkohl. (Skorpion, Krebs, Fische)
Fruchttage02.-04.01./ 11.-12.01./ 20.-22.01./ 29.-31.01. Gartenarbeiten unterstützen Fruchtbildung bei Pflanzen wie Erbsen, Gurken und Kürbissen. (Löwe, Widder, Schütze)
Wurzeltage04.-08.01./ 13.-15.01./ 22.-25.01. Gartenarbeiten unterstützen Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Möhren und Radieschen. (Jungfrau, Stier, Steinbock)
Blüten- und Samentage08.-09.01./ 15.-17.01./ 25.-28.01. Gartenarbeiten unterstützen Blüten- und Samenbildung bei ein- und zweijährigen Pflanzen sowie Stauden und anderen Blütenpflanzen. (Waage, Zwilling, Wassermann)

Zu den Blütenpflanzen gehören übrigens die meisten Blumen und Kräuter, die Fruchtpflanzen sind dagegen verschiedenes Obst und Gemüse wie etwa Erdbeeren, Bohnen, Erbsen, Gurken. Unter Blattpflanzen finden sich Salate und Kohl-Pflanzen und Wurzelpflanzen sind zum Beispiel Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Radieschen oder Lauch.

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Arbeiten an den jeweiligen Pflanzen also in den Wochen zwischen Vollmond und Neumond. Der Vollmond ist am Mittwoch, den 30. Dezember 2020, der Neumond am Mittwoch, den 13. Januar 2021. Die zweite Phase beginnt kurz vor dem Vollmond am 28. Januar.

Vom 30. Dezember 2020 bis zum 12. Januar 2021 und vom 26. Januar bis zum Ende des Monats bietet sich die Gartenarbeit besonders gut an.

Den tagesaktuellen Mondkalender finden Sie hier.

Rubriklistenbild: © imago images / alimdi

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare