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Mondkalender April 2022: Wann muss was gemacht werden im Garten?

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Ein Dompfaff auf einem blühenden Johannisbeerzweig. (Symbolbild)
Der Gimpel wird auch als Dompfaff bezeichnet. (Symbolbild) © Imago/Imagebroker

Die Gartenarbeit und Saat der Pflanzen kann auch im Monat April nach dem Mondkalender ausgerichtet werden. Schon jetzt können viele Pflanzen in den Topf.

München – Schon vor hunderten von Jahren fanden die Menschen heraus, dass der Mond vieles auf der Erde beeinflusst. Dazu gehören nicht nur Ebbe und Flut, sondern auch Vorgänge in der Natur und sogar im menschlichen Körper. Wer nach dem Mondkalender lebt, achtet zum Beispiel auf das passende Sternzeichen, in dem der Mond gerade steht, um etwa Friseurtermine zu planen, den Hausputz zu erledigen oder sich um andere gesundheitliche Fragen zu kümmern. Verschiedene Phasen im Mondzyklus, wie die Ab- und Zunahme des Mondes und das Tierkreiszeichen, in dem er steht, spielen dabei eine Rolle.

Mondkalender April 2022: Das kann der Hobbygärtner im kühlen April schon anbauen

Schon im Mittelalter richtete sich die Arbeit der Bauern auf dem Feld nach dem Mond und moderne Gartenarbeit unterscheidet sich davon im Prinzip kaum. Jeder Monat hat seine eigenen Besonderheiten, wie Maria Thun (1922-2012), die Pionierin des biologisch-dynamischen Gärtnerns, anhand von astronomischen Berechnungen erforscht hat. Auf die folgenden Besonderheiten sollten Sie achten, wenn Sie sich im April um Ihren Garten kümmern.

Der Monat April gehört im phänologischen Kalender zum Erstfrühling. Jetzt fangen die Stachelbeeren und Johannisbeeren an zu blühen und auch die ersten Baumfrüchte wie Kirschen und Birnen kommen in Blüte. Schlüsselblumen und Buschwindröschen stehen auf wilden Wiesen und im Wald. Im Garten bereitet der Hobbygärtner nun alles für den kommenden Frühling vor.

Mondkalender April 2022: Kräuter und Topfpflanzen

Der April ist eine gute Zeit für Kräuterpflege. Duft- und Würzkräuter gedeihen auf dem noch trockenen, kalten Boden sogar recht gut und entfalten um diese Jahreszeit ein intensives Aroma. Salbei, Thymian, Weinraute, Heiligenkraut, Currykraut und Lavendel bieten sich im April also zum Pflanzen an und stocken den Garten um eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten auf. Mit vielen dieser Kräuter kann man nicht nur Tees zubereiten, sondern auch kochen oder sie für den Duft in eine kleine Vase in die Wohnung stellen.

Wenn Sie Thymian, Salbei und Lavendel bereits im letzten Jahr gepflanzt haben, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Schnitt. Als Kräuter, die mehrere Jahre hintereinander blühen können, bleiben die Pflanzen durch einen Rückschnitt kompakt und wuchern Ihnen nicht wild umher.

Außerdem eignet sich der Vorfrühling für die Pflanzung von Stauden. Am besten setzen Sie diese noch in große Töpfe oder Kübel ein, die Sie draußen auf Balkon oder Terrasse platzieren. Die Blumentöpfe sollten dabei groß genug sein, damit die Pflanzen genügend Platz haben, und mit einer Schicht Kies, dann einem Vlies und schließlich ökologischer Blumenerde ausgelegt sein. Besonders geeignet sind zu dieser Jahreszeit Stauden-Sonnenhut, Patagonisches Eisenkraut, Prachtkerzen, Lavendel, Katzenminze, Spanische Gänseblümchen oder Steinquendel.

Gartenarbeit im April: Was kann jetzt gesät und gepflanzt werden?

Generell bietet sich der April zum Säen vieler Pflanzen an, die Sie einige Monate später ernten wollen. Markerbsen, Schalerbsen, Haferwurzeln, frühe Sorten von Möhren und Radieschen, Pastinaken, Petersilie, Schwarzwurzel, Edelwicken, Kümmel, Sommerazalee, Kopf-, Pflück- und Schnittsalate oder Rasen kann der Hobbygärtner im April in Angriff nehmen und bereits im Garten säen oder pflanzen.

Melonen, Paprika, Knollensellerie, Amaranth, Leberbalsam, Löwenmaul, Mädchenauge, Petunien, Schmuckkörbchen und Trichterwinde können im Haus zum Beispiel auf der Fensterbank oder im Gewächshaus anfangen zu gedeihen. Robustere Pflanzen wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch, Rot-, Weiß- und Wirsingkohl kann der Hobbygärtner bereits ins Frühbeet setzen. Vorgezogener Gemüsenachwuchs wie Gurken, Tomaten oder Zuckermais ist aber kälteempfindlich und sollte deshalb erst nach den Eisheiligen ins Gemüsebeet gesetzt werden.

Wer sich für ausgefallenere Pflanzen wie zum Beispiel Baumtomaten entscheidet, sollte bei der Pflege besonders Acht geben. Die Baumtomate wächst im Kübel und sollte nur im Sommer im Garten stehen. Sie können das Obst bereits jetzt pflanzen, sollten es aber noch bis zu den wärmeren Tagen drinnen vor der Kälte schützen und genügend düngen und wässern. Auch die Zitronenquitte ist ein Hingucker im Garten. Sie kann im April gepflanzt werden, trägt vitaminreiche Früchte und blüht im Mai und Juni mit orangeroten Blüten, die besonders die Bienen wegen ihres üppigen Nektars lieben. Wenn Sie einen Teich haben, ist jetzt die Zeit, diesen aus dem Winterschlaf zu holen. Sie können die Uferbepflanzung auffüllen oder neue Seerosen oder andere Wasserpflanzen einsetzen.

Was sonst noch zu tun ist: Darauf sollte der Hobbygärtner im April achten

Neben den Pflanzarbeiten gibt es im April noch einige andere Dinge im Garten zu tun. Es ist zum Beispiel die perfekte Zeit, um ein Rahmenbeet anzulegen. Anders als ein Hochbeet steht ein Rahmenbeet direkt auf dem Boden und kann auch schnell wieder abgebaut werden. Je härter und steiniger der Boden ist, desto höher sollten die Wände Ihres Rahmenbeetes sein. Rahmen bekommen Sie entweder im Baumarkt oder Sie bauen mit Fichten- oder Lärchenbrettern und etwas handwerklichem Geschick selbst eines.

Auch der Komposthaufen bedarf hin und wieder etwas Pflege. Nach dem Herbst und Winter sollten Sie ihn einmal umgraben, damit sich dort keine unerwünschten Nachbarn einnisten. Außerdem wird der Mist so durchlüftet und verrottet schneller und gleichmäßiger.

Welche Tage eignen sich im April besonders für welche Gartenarbeiten?

Am günstigsten ist die Zeit für Gartenarbeit und Pflege der jeweiligen Pflanzen also Mitte des Monats in den Wochen um den Vollmond am 16. April herum. Den aktuellen Mondkalender finden Sie hier.

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