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Winterharte Zwiebelblumen: Darum sollten Sie Tulpe, Narzisse und Krokus unbedingt im Herbst pflanzen 

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Von: Jasmin Farah

Zwiebelpflanzen in einem Topf stehen auf einem Tisch.
Tulpen, Hyazinthen, Krokusse können den Winter über auch in Backformen und Töpfen dekorativ gepflanzt werden. © IZB/dpa

Winterharte Zwiebelblumen sind robust und pflegeleicht. Meist brauchen sie keinen Winterschutz. Werden sie im Herbst gepflanzt, benötigen sie sogar die Kälte. 

München – Blumenzwiebeln können wie Stauden mit ihren prachtvollen Farben für strahlende Blickfänge im Garten oder auf Balkon und Terrasse sorgen. Manche von ihnen sind winterhart, das heißt, sie sind besonders pflegeleicht und gut gewappnet gegen kalte Temperaturen

Zwiebelblumen: Welche winterhart und mehrjährig sind – und welche nicht

Daher kommen Sie auch meist mit Winterkälte, Schneenässe, Frost und Wind sehr gut ohne zusätzlichen Winterschutz zurecht. 

Diese Blumenzwiebeln sind winterhart

Die meisten von ihnen sind mehrjährig. Das heißt, sie sind fähig, sich am selben Platz Jahr für Jahr zu regenerieren. Mit der Folge, dass sie meist mehrere Jahre hintereinander erblühen. Darüber hinaus vermehren sich viele mehrjährige Blumenzwiebeln schnell. Sie bleiben dabei in der Erde, wo eine Mutterzwiebel im Laufe ihres Lebens viele Tochterzwiebeln treibt.

Gladiolen, Dahlien und Knollenbegonien sind hingegen nicht winterhart. Das heißt, sie sind kälteempfindlicher und müssen mit einem Winterschutz versehen werden.

Winterharte Zwiebelblumen: Welche Sie im Herbst setzen müssen

Der optimale Zeitpunkt, um Blumenzwiebeln zu pflanzen, ist der Herbst. Das gilt für die meisten winterharten Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen. Nur so können diese Frühblüher den Garten zum Start in den Frühling in ein buntes Gartenparadies verwandeln. Sie benötigen sogar die Kälte, um Stärke zu bilden und kurz nach dem Winter zu erwachen und Blüten zu treiben.

Allerdings gibt es auch Sommerblüher, die winterhart sind, wie etwa Lilien. Die Zwiebeln vertragen ebenfalls Minustemperaturen und sollten aus diesem Grund auch im Winter gesetzt werden. Denn auch sie brauchen die Kälte für ihre Entwicklung und können dann jahrelang im Boden bleiben.

Herbstblüher sind dagegen meist immer winterhart. Sie mögen es halbschattig bis vollsonnig, haben also keine hohen Ansprüche an den Standort. Dennoch ist es ratsam, die Zwiebelblumen an einen windgeschützten Ort im Garten zu setzen. Sie werden zudem nicht sehr groß, die Herbstzeitlose wird zum Beispiel nur etwa fünf bis 20 Zentimeter hoch.

Gepflanzt werden herbstblühende Zwiebelblumen wie Alpenveilchen, Herbstkrokus oder Sternbergie im August. Ihre Blütezeit beginnt sofort und reicht dann bis November.

So unterscheiden Sie Sorten von Blumenzwiebeln richtig

Die Zwiebelblumen lassen sich im Handel noch gut unterscheiden, da sie mit einem Namensetikett sowie mit einem entsprechenden Foto versehen sind. Lose Zwiebeln allerdings, die Sie zum Beispiel wieder ausgegraben oder die Sie länger gelagert haben, haben keine sichtbaren Zeichen, die auf die spätere Blüte hindeutet.

Doch es gibt ein paar Richtlinien, die Orientierung geben können. Handelt es sich um kleine Zwiebeln, gehören diese auch meist zu kleineren Sorten. Sind sie dagegen groß, bringen sie meist große Blüten hervor.

Sehen mehrere Zwiebeln gleich aus, gehören sie auch höchstwahrscheinlich zu einer Sorte. Eine andere Möglichkeit ist es, im Internet nach Zwiebelfotos zu suchen und diese mit den Zwiebeln zu vergleichen, die Sie vor sich haben.

Blumenzwiebeln: Diese Raritäten sorgen für üppige Blickfänge

Darüber hinaus sind Sorten wie Tulpe, Narzisse oder Krokus nicht nur am bekanntesten, sondern werden auch am häufigsten im Fachhandel angeboten. Das Interessante an der Tulpe: Obwohl die Niederlande für die Blume international bekannt und auch der größte Tulpenproduzent ist, hat die Pflanze ihre Ursprünge in Persien und der Türkei. Zum ersten Mal beschrieben wurde sie vom kaiserlichen Botschafter am Hofe Süleyman I., Ghislain de Busbecq (70, † 1592) 1554 in seinen „Türkischen Briefen“.

Doch es gibt auch Raritäten, die Ihrem Garten oder Beet eine ganz neue und individuelle Note verleihen. Diese erwerben Sie meist bei einer Gärtnerei oder online. Dort gibt es meist auch umfangreiche Kataloge, in denen Sie stöbern und sich die seltenen Blumenzwiebeln schließlich direkt nach Hause liefern lassen können. Die meisten von ihnen werden im Herbst gepflanzt. Darunter sind auch einige exotische Arten aus Brasilien & Co.

Eine Auswahl an seltenen Zwiebelblumen

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