Eine Biene fliegt auf eine Blüte zu.
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Bunte Blumen als Farbtupfer verschönern Balkon und Garten.

Blumen: Hingucker im Garten

Blumen kaufen oder selbst säen? Vorteile und Nachteile im Überblick

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Der heimische Garten gewinnt durch verschiedene Blumen an Farbpracht dazu. Beim Säen ist jedoch einiges zu beachten, damit die Pflanzen optimal gedeihen können.

  • Blumen im Garten bieten Bienen und anderen Insekten wertvolle Nahrung
  • Sie ergeben ein schönes Gesamtbild und sorgen für Farbakzente
  • Ein Blumenstrauß aus dem eigenen Garten ist bei verschiedenen Anlässen ein passendes Geschenk

Leipzig – Blumen sind nicht nur im Garten ein Hingucker, sie sind auch als Blumenstrauß eine schöne Aufmerksamkeit. Die Pflanzen können im eigenen Garten vorgezogen und dann eingepflanzt oder alternativ direkt im Garten ausgesät werden. Was mehr Vorteile bietet, hängt auch immer von der konkreten Situation und der Frage ab, wann die Blumen eingepflanzt werden sollten. Wenn man Insekten etwas Gutes tun möchte, sollte man darauf achten, Blumen zu pflanzen, die ihnen als Nahrung dienen können.

Blumen kaufen oder selbst säen: Vorziehen oder direkt säen

Bei der Gartenplanung ist der richtige Zeitpunkt zum Säen sehr entscheidend. Blumen, die zu früh gesät wurden, können bei Frost Schaden nehmen. Blumen, die zu spät gesät werden, haben hingegen nicht genug Zeit, um zu wachsen. Viele Blumen und auch andere Pflanzen werden daher vorgezogen. Hierfür werden die Pflanzen in geschützten Räumen oft schon im Februar ausgesät und dann, wenn sie groß genug sind, nach draußen verpflanzt. Alternativ können Pflanzen bei passenden Temperaturen und Witterungsbedingungen auch direkt im Garten gepflanzt werden. Das Vorziehen ist jedoch besonders dann sinnvoll, wenn:

  • der Winter sehr lang ist
  • die Pflanzen früh blühen sollen
  • die Blumen sehr empfindlich sind

Blumen, die überaus robust sind und bereits ab März im Beet überleben können, müssen dagegen nicht vorgezogen werden. Welche Blumen wann gesät werden, hängt auch von ihrer Art ab. Ab Februar oder spätestens März kann aber in jedem Fall mit dem Säen im Topf begonnen werden. Anders als Zimmerpflanzen sollten die Blumen es aber nicht zu warm haben, damit sie optimal gedeihen können. 

Blumen kaufen oder selbst säen: Kaufen oder selbst ziehen

Blumen können alternativ auch gekauft werden, beispielsweise im Gartencenter. Beim anschließenden Einpflanzen ist es wichtig, dass die Pflanzen genügend Sonne bekommen. Unter einem Baum fühlen sich nur wenige Blumen wohl. Außerdem ist hier, wie auch bei selbstgezogenen Pflanzen, wichtig, dass diese ausreichend Wasser bekommen, aber nicht ertränkt werden.

Wer sich schon im ersten Jahr am Rhododendron erfreuen möchte, sollte diesen lieber als Jungpflanze kaufen, statt ihn selbst zu säen. Bei den meisten einjährigen Blumen macht es dagegen mehr Spaß, diese selbst auszusäen. Mithilfe einer Saatscheibe gelingt dies auch Anfängern auf simple Art und Weise. Informationen zur richtigen Aussaat finden sich im Internet viele, etwa auf der Website des MDR.

Blumen kaufen oder selbst säen: Das ist beim Säen zu beachten

Beim Säen mit oder ohne Saatscheibe sollten Hobbygärtner auf einige Punkte achten, damit aus den Samen auch schöne Pflanzen werden. Ab März ist es für die Aussaat drinnen hell genug, die Pflanzen müssen dann nicht mehr unbedingt künstlich beleuchtet werden. Für die Aussaat eignen sich Anzucht-Gefäße oder zumindest spezielle Anzuchterde. Wer kein passendes Gefäß hat, kann laut NABU auch Eierschalen nutzen und die Pflanzen darin ziehen, bis sie nach draußen dürfen.

Sogenannte Kalt- oder Frostkeimer brauchen niedrige Temperaturen, bevor sie auskeimen. Wurden sie vor dem Winter nicht mehr im Freien gesät, können diese Pflanzen auch in der Tiefkühltruhe gelagert werden. Manche Pflanzen brauchen Licht zum Keimen, andere dagegen Dunkelheit. Stimmen die Bedingungen für die Pflanzen und sie keimen, sollten sie nach einiger Zeit vereinzelt (pikiert) werden, wenn sie zu dicht stehen. Sind die Pflanzen dann groß genug und das Wetter passend, können sie nach draußen umziehen.

Blumen kaufen oder selbst säen: Profitipps und Beratung

Wenn man Blumen selbst sät, sollte man einiges beachten, um unschöne Überraschungen zu vermeiden:

  • Die Keimprobe für altes Saatgut zeigt, ob das Saatgut noch verwendet werden kann.
  • Blumen selbst zu säen, macht mehr Arbeit, als sie zu kaufen.
  • Die Blumen dürfen nicht zu früh ins Beet gesetzt werden.
  • Bienenfreundliche Blumen sind schön anzusehen und gut für die Umwelt.
  • Im Freiland darf nicht jeder Sommerblumen aussäen, das ist nur im eigenen Garten erlaubt.
  • Für eine Blumenwiese braucht es viel Geduld, ein Beet ist einfacher zu pflegen.

Das Angebot, wo Gartenfans Blumen kaufen können ist riesig. Fachmärkte und Messen sind für Profis die häufigsten Anlaufstellen. Hier können auch allerlei Fragen gestellt werden – denn eine fachkundige Beratung ist das A und O, damit der Garten wirklich schön wird. Hobbygärtner können sich auch vor Ort im Gartencenter beraten lassen.

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